Liebe Landsleute der Heimatortsgemeinschaft Sekitsch – Feketitsch liebe Leser des „Sekitscher Boten“ Nr.172 vom 1.Dezember 2014



Liebe Sekitscher und Feketitscher Landsleute, liebe Leserinnen und Leser des „Sekitscher Boten“,

 

das Jahr 2014 ist geprägt mit vielen schmerzlichen Erinnerungen unserer Landsleute. Der Ausbruch des 1. Weltkrieges jährt sich nach 100 Jahren. Nachdem wir das Heldendenkmal in Sekitsch im Juli restauriert hatten, wurde inzwischen auch das Kriegerdenkmal auf dem Friedhof in Feketitsch restauriert. Im Jahre 1941 wurde vor der Kirche in Feketitsch ein Denkmal für die Gefallenen des 1.Weltkrieges aus schwarzem Granit aufgestellt. Das Denkmal wurde dann 1953 auf den neuen Friedhof versetzt. Die Jahre haben auch hier die Namen ausgewaschen und mit Schmutz belegt. Für eine würdige Gedenkstätte musste das Denkmal überarbeitet werden. Inzwischen sind die Namen wieder gut lesbar und alles ist sauber.

Am 10.September 2014 fand morgens um 8 Uhr im Beisein von Ortsvorstand Bela Bojtos, Miklos Lodi, Vorsitzender Verein „Neuer Anfang“, Doris und Gottfried Karbiner, Helga und Peter Eisele, eine Kranzniederlegung am Denkmal statt. Anwesend war auch der Reporter der Magyar Szo, und am 11.09. erschien in der ungarischen Tageszeitung ein Bericht mit Foto zu diesem Anlaß. Ein herzliches Dankeschön an unsere Landsleute für die Spenden zu dieser Arbeit.

 

70 Jahre Flucht und Vertreibung aus der Heimat,

der Leidensweg durch die Lager und die Verschleppung in die Zwangsarbeit nach Rußland und in die Arbeitslager in Jugoslawien.Unzählige Tote und vermisste Personen, jede Familie hatte ihr Schicksal. Im Laufe der Jahre wurden Zahlen über diese Personen zusammen getragen und Gedenkkreuze an Massengräbern aufgestellt.

Wir trauern um die Toten der Gemeinden Sekitsch mit 1268 und in Feketitsch 572 Personen. Davon starben im Lager Gakowa 351 und in Kruschewlje 108 Personen. Insgesamt wird geschätzt, daß es bis zu 8500 Opfer in Gakowa zu beklagen gibt. Über 17000 Menschen waren dort im Lager, in einem Dorf, das früher 2600 Einwohner hatte.

Anlässlich des 70. Gedenktages der donauschwäbischen Opfer von 1944 bis 1948 und des 10.Jahrestages seit der Errichtung der Gedenkstätte in Gakowa, fand am 10. Oktober 2014 eine Gedenkfeier in Sombor und am Friedhof in Gakowa statt. Die Feierlichkeit fand unter der Schirmherrschaft von Istvan Pastor, Parlamentspräsident der AP Vojvodina, statt. Um 14 Uhr Ökumenischer Gottesdienst in der Katholischen Kirche in Sombor. 15.30 Uhr an der Gedenkstätte am Massengrab Gakowa/Gakovo mit anschließendem Empfang beim „Deutschen Verein Gerhard“ in Sombor. Für die deutsche Reisegruppe unter der Organisation von Herrn Robert Lahr, und die geladenen Gäste fand noch ein Abendessen auf einem Salasch in der Nähe von Sombor statt. An dieser Feierlichkeit und dem Gedenken an die Verstorbenen im Lager Gakowa habe ich in Vertretung für die Landsleute der HOG Sekitsch-Feketitsch teilgenommen.

Im Mai 2015 wird voraussichtlich eine Gedenkstätte in Jarek fertig sein, und die Bundeslandsmannschaft bittet darum, daß sich die HOGs zu dieser geplanten Einweihungsfeier anmelden. Sollten Sie und Ihre Familie Interesse an dieser Einweihung haben, so können Sie an einer organisierten Flugreise ab Stuttgart teilnehmen.

Nähere Auskünfte dazu können Sie bei mir erfragen:Tel. 07151/35760 oder eine email an: helgaeisele@aol.com

Auch Sekitsch hat 44 Opfer im Lager Jarek zu beklagen. So ist das auch für unsere Landsleute ein Anlaß an dieser Feierlichkeit teilzunehmen. Die tatsächliche Todeszahl aller im Lager Jarek Verstorbenen wird auf etwa 7.000 geschätzt.

Eine Liste mit den Namen der im Vernichtungslager Jarek/Backi Jarak verstorbenen Landsleute aus Sekitsch gibt es und kann angefordert werden.

Vielleicht regt es an, als Nachkommen aus diesen Familien, einen Blick in sie zu werfen, um an dieser Reise teilzunehmen, oder später die Gedenkstätte aufzusuchen.

 

Am 25.Oktober 2014 ab 10 Uhr wurde in Sindelfingen, im Haus der Donauschwaben, eine Feierstunde zu der Gedenkfeier 70 Jahre nach Flucht, Vertreibung, Deportation und Vernichtung der Donauschwaben abgehalten. Trachtenträger stellten im Innenhof zum Gedenken an die Verstorbenen weiße Holzkreuze auf.

Mit Kranzniederlegung, Totengedenken und Gebeten wurde der vielen Opfer aus den Gemeinden in der alten Heimat gedacht. Im Anschluß fand die HOG Tagung statt und es wurde über die Arbeit des Bundesverbandes berichtet. Leider waren wir nur vier Personen von unseren Landsleuten aus Sekitsch. Ich verstehe es nicht, daß sich niemand findet, der an einem Samstag auch einmal ein paar Stunden zu einer Gedenkfeier nach Sindelfingen fahren kann.

Zumal ein Großteil der Landsleute in nächster Umgebung wohnt. Eine Wertschätzung für die Bemühungen um die Gestaltung einer Gedenkfeier für die verstorbenen Landsleute bleibt somit aus.

Fotos zum Kriegerdenkmal Feketitsch und den Gedenkfeiern finden Sie auf der Homepage (Bilder Galerie).


 

1786 – 1944 Der Untergang des deutschen Dorfes Sekitsch

Unseren Toten zum Gedenken, wurde nach 50 Jahren Vertreibung von der HOG Sekitsch-Feketitsch ein Buch – Erlebnisberichte-herausgegeben. Diesen Erinnerungen habe ich einen Bericht entnommen und für Sie liebe Leser abgetippt, stellvertretend für alle 36 Erlebnisberichte. Es ist die tragische Geschichte der Lagerzeit und Flucht aus Sekitsch nach dem 8.Oktober 1944. Aufgeschrieben von Susanna Karbiner geb.Scheer, aus Sekitsch.

Mit dieser Doppelausgabe verabschieden wir uns bei den Landsleuten und wünschen Ihnen und Ihren Familien ein frohes und friedvolles Weihnachtsfest. Bleiben Sie gesund und kommen Sie gut ins neue Jahr.

 

Ihre Helga Eisele geb.Tauss, 1.Vorsitzende

 

Hinweis auf die DVD 200 Jahrfeier 1986 in Groß Umstadt

Die Doppelausgabe kostet mit Versand nur 30,00 €

und kann bei mir bestellt werden. helgaeisele@aol.com

oder Tel.Nr. 07151-35760



Erlebnisse nach dem Einmarsch der Russen

Susanna Karbiner geb.Scheer, Sekitsch

 

Mein Bericht soll nicht nur meinen Leidensweg beschreiben, sondern auch der Hilfe gedenken, die wir in unserer größten Notzeiten durch Ungarn und Serben erfahren durften.

Da sich unser Salasch in der Nähe von Mileševo befand und ein teil unseres Feldes an die dortige Gemarkung grenzte, hatten wir Kontakt zu jenen serbischen Menschen.

Als die Batschka von den ungarischen Truppen besetzt wurde, verbreitete sich in Mileševo bald die Nachricht, daß die Bewohner von dort fortgebracht würden. Wir erfuhren dies von der Familie, mit der wir am meisten Kontakt hatten und wir wurden gefragt, ob wir bereit wären ihre Möbel sowie Weizen und Schmalz bei uns zu verstecken, damit sie nach ihrer Rückkehr einen leichteren Neu Beginn hätten. Wir sagten zu, obwohl es für uns nicht ganz ungefährlich gewesen wäre, hätte man uns verraten. Unter Heu und Stroh versteckt wurden die Sachen mit dem Wagen aus dem Ort gebracht. Es kam dann wirklich soweit, daß die Nachbarn fort mußten.

Als man sie wieder frei ließ, gaben wir ihnen all ihre Sachen zurück. Sie waren froh und dankbar und versprachen uns, auch uns beizustehen, sollten wir irgend einmal in Gefahr kommen.

Als am 8.Oktober 1944 der Aufruf zur Flucht kam, haben auch wir uns entschlossen die Heimat zu verlassen. Mit meiner Schwiegermutter und mit meinem 2jährigen Sohn Gottfried fanden wir uns am 9.Oktober um 2 Uhr in der Früh am Gemeindehaus ein, um mit dem Treck fortzuziehen. Doch irgend etwas ist schief gelaufen, wir blieben zurück. Am 18.Oktober kam nochmal ein Aufruf zur Flucht.

Am Gemeindehaus stünden Wagen bereit, die uns nach Werbas bringen würden, von wo es dann weitergehen sollte. Doch jetzt wollte unsere Mutter nicht mehr weggehen, und ohne sie wollte auch ich nicht, auch meines Mannes wegen, der sich beim Militär befand und der, wenn er mich suchen würde, mich zuerst zu Hause suchte.

Als die russischen Truppen in Sekitsch einrückten, wurden die Soldaten auf die Häuser verteilt. Auch bei uns wurden welche einquartiert. Mutter und ich mußten für sie kochen und mein Vater Martin Scheer bewirtete sie mit Wein. Bei diesen Russen war ein junger, blonder Soldat, der mir sagte, daß auch er so einen kleinen Jungen zu Hause hatte wie mein Sohn.

Als es soweit war, daß alle jungen Mädchen, Frauen und Männer zum Abtransport nach Rußland zusammengezogen wurden, trat die Tochter der Familie, deren Sachen wir versteckt hatten auf den Plan. Ihre Familie wohnte jetzt im Hause des Nikolaus Wagner. Slavka, so hieß sie, gab mir einen Rat was ich machen solle, um nicht nach Rußland zu müssen. Am Tag an dem der Transport abging war ich bei ihr im Haus. Dort suchte man mich nicht und so blieb ich von der Verschleppung verschont. Slavka half uns auch noch weiter. Mich brachte sie in die öffentliche Küche und Mutter wurde zu den Kühen eingeteilt. So ging es uns nicht schlecht und unser Sohn bekam auch noch die nötigen Rationen Milch. Eines Tages schickte man mich nach Topola in die dortige Küche. Dort war ein Metzger namens Lajos Toth beschäftigt. Nach kurzer Zeit kam ich mit ihm ins Gespräch und er erfuhr wer ich war und wohin ich gehörte. Ich komme später in meinem Bericht noch einmal auf ihn zurück, denn auch er sollte zu denen gehören die mir halfen. Als ich wieder nach Sekitsch zurückkam, liefen bereits die Vorbereitungen für die Verlegung des Sekitscher Lagers nach Kruschewlje. Bei denen die dorthin verlegt werden sollten war auch unsere Mutter und unser Sohn. Ich sollte in Sekitsch bleiben und im Stall und beim Kukruzbrechen eingesetzt werden. Doch auch für mich gab es nur den einen Weg: Wo unser Kind und die Mutter hinkommen dahin gehe auch ich, was immer kommen möge. Beim Sammeln zum Abtransport wurden wir alle nochmal nach Schmuck, Geld und sonstigen Wertgegenständen untersucht, obwohl wir schon lange vorher den Schmuck auf die Gemeinde bringen mußten. Doch die Posten wußten oder ahnten, daß damals nicht alles abgegeben wurde. Die Untersuchung fand im Haus von Nikolaus Scheer in der Kulaer Gasse, unserem Nachbarn, statt.

Bevor ich mit der Untersuchung an der Reihe war, kam ein Wachtposten zu mir und rief mich zur Seite. Es war am Eiskeller. Er sagte mir, er käme von Slavka und ich solle ihm meinen Schmuck geben, denn der würde mir sowieso bei der Untersuchung abgenommen. Ich solle hinter den Eiskeller gehen und dort den Schmuck ablegen. Ich überlegte eine Weile und kam zu der Überzeugung, daß es Slavka nur gut mit mir meinen konnte. Also tat ich was man von mir verlangte. In einem Geldbeutel ließ ich den Schmuck fallen und der Wachtposten hob ihn auf.

Bei der Untersuchung fragte man mich nach meinem Schmuck und ich antwortete, daß ich den doch schon vor langer Zeit ins Gemeindehaus gebracht hätte. Daraufhin machten sie mir meine geflochtenen Haare auf und suchten dort, allerdings vergeblich, nach dem Schmuck. Unserer Mutter nahmen sie alle Röcke, bis auf den Unterrock ab, in dem sie dann nach Kruschewlje kam. Doch das widerfuhr nicht nur ihr, sondern vielen anderen auch.

Auf dem Marsch zum Bahnhof sagte mir auf einmal eine Frau, daß der Wachtposten vom Eiskeller wieder nach mir gefragt habe. Er konnte mich nicht wiedererkennen. Als er mich dann fand, sagte er mir ich solle ein wenig zurückbleiben. Das tat ich und erfuhr, daß er 2 halbe Brote für Mutter und für meinen Sohn und mich habe, die ihm Slavka im Rucksack mitgegeben hat. Am Bahnhof angekommen gab er mir die Brote und meinen Schmuck.

Nun ging es in völlig verdreckten Viehwaggons die ganze Nacht hindurch weiter. Wir kamen in Gakovo an, doch dort war kein Platz mehr frei und so wurden wir nach Kruschewlje gebracht. Wir wurden auf die Häuser verteilt. In meinem Zimmer waren 28 Personen untergebracht. Die erste Zeit ging es noch einigermaßen. Die Jungen mußten auf dem Feld und im Weingarten arbeiten. Dort konnten sie sich wenigstens mit Weintrauben sattessen, denn es war gerade Weinlesezeit. Das hatte dann den Vorteil, daß sie auch noch etwas von ihrer Lagerration abgeben konnten. Die Weinlese war bald vorüber und ich suchte nach anderen Möglichkeiten der Selbst- bzw. Zusatzversorgung. Ich fing hin und wieder Spatzen am Strohschober, von denen ich dann eine Suppe kochte. Doch auch das ging nicht sehr lange, denn das Stroh das man zum Anzünden des Feuers nahm ging aus.

In unserem Haus befanden sich anfangs noch Kühe die gemolken und deren Milch unter strengster Bewachung weggebracht wurde. In der Nacht habe ich dann die Kühe nachgemolken und so ein wenig Milch für uns bekommen. Allmählich ließen dann aber doch die Kräfte nach, vor allem bei den alten Menschen und bei den Kindern. Wer sich da schon aufgab dem konnte nicht mehr geholfen werden. Die Zahl der Menschen in unserem Zimmer wurde immer geringer, einige waren schon gestorben. Ich versuchte jetzt mich aus dem Lager zu schleichen um meinen Schmuck gegen Lebensmittel einzutauschen, aber auch um zu betteln. In unserer Lage war das keine Schande. Doch viele hatten auch dazu nicht mehr die nötige Kraft. Der Wachtposten der mir das Brot von Slavka brachte kam dreimal nach Kruschewlje ins Lager und brachte mir im Auftrag von ihr jedesmal ein wenig zu essen mit. Viel konnte es nicht sein, denn auch er mußte aufpassen. Aber auch das Wenige half jedesmal ein Stückchen weiter. Ohne diese kleinen Hilfen und mein Tauschen hätten unser Sohn und die Mutter wohl nicht überlebt. Bei meinen Tauschausflügen wurde ich zweimal erwischt. Man nahm mir jedesmal alles ab und drohte mir nach dem zweitenmal sogar mit Erschießen, wenn man mich noch einmal dabei erwischen würde.Da ich aber sah wie unser Sohn und die Mutter von Tag zu Tag schwächer wurden, und der Sohn schon die Ruhr bekam, konnte ich nicht anders als es wieder zu wagen.Obwohl ich dadurch jetzt mein Leben aufs Spiel setzte.

Ich wurde ein drittesmal erwischt vom selben Posten, der mich auch zum zweitenmal erwischt hatte. Er schlug mir den Gewehrkolben an den Kopf. Mein Glück war es, daß ich den Kopf zur Seite drehte, so traf er mich nicht mit voller Wucht. Er fragte dann, ob ich nicht wüßte, was mir bevorstünde? Doch,das weiß ich sehr gut, aber was soll ich denn machen, soll ich zusehen wie mein Kind stirbt?, war meine Antwort. Man brachte mich zum Lagerkommandanten. Der ließ mich in den Keller sperren, in dem das Wasser kniehoch stand. Im Keller fand ich zwei weitere Sekitscher vor. Es waren dies Philipp Karbiner und Theresia geb.Schiffler. Unsere Notdurft, ob groß oder klein, mußten wir im Keller verrichten. Um nicht ständig im Wasser zu stehen, saßen wir auf den obersten Treppen. Ich war 2 Nächte und einen Tag lang im Keller. Als man mich herausholte brachte man mich wieder zum Lagerkommandanten, einem Juden aus Novi Sad. Es entspann sich folgendes Gespräch:

K: Warum tust du das ?

Ich: Würden Sie das anders machen? Ich kann doch nicht zusehen, wie mein Kind stirbt, das ist doch normal was ich tue.

K: Was ist heute schon normal? Ich habe 28 Familienangehörige verloren und hatte Glück,daß ich die Schule von Novi Sad nach Subotica gewechselt habe.

Ich: Unser Sohn ist so an die Oma gewöhnt, daß er auch nichts ißt, wenn sie nichts ißt.

K: Ist dein Sohn blond?

Ich: Ja.

Der Kommandant ging hinaus und sprach mit meinem Sohn.Dieser fragte den Kommandanten, wann seine Mutter wieder zu ihm kommen dürfe.

K: Dein Sohn hängt sehr an dir.

Ich: Das ist ja auch alles was er noch hat.

K: Ich kann das verstehen, aber du darfst es nicht wieder tun.

Ich war entlassen und erleichtet; man hat mich nicht erschossen. Doch eine „Strafe“ kam. Man stellte mich an einen großen Zuber mit der Wäsche des Wachpersonals, die ich waschen mußte. Der Zuber stand nicht weit entfernt vom Fenster der Küche und die in der Küche Beschäftigten kannten mich. So flog öfters mal eine Kartoffel aus dem Fenster in meinen Zuber, die ich dann unauffällig aß. Als ich mit dem Waschen fertig war durfte ich wieder zu meinen Angehörigen gehen. Jetzt stand für mich fest :

Entweder wir bleiben hier und sterben, wie viele andere, oder wir fliehen und retten vielleicht unser Leben. Mein Plan ließ sich nicht so schnell durchführen. Unsere Mutter wollte nicht fliehen so lange ihr Vater Ludwig Tauss noch lebte. Inzwischen war auch die Mutter von Ludwig Kinkel (Bäcker) gestorben und so war ihre 5 oder 6jährige Enkeltochter ohne Verwandte im Lager. Da mein Mann der Cousin zu Ludwig Kinkel war, nehmen wir das Kind zu uns. Wir waren jetzt zu viert. Bald starb auch der Vater meiner Schwiegermutter und jetzt war sie bereit mit uns aus dem Lager zu fliehen. Anfang Februar 1946 in einer dunklen Nacht haben wir es gewagt. Es gelang uns das Lager unbemerkt zu verlassen. Da ich die Gegend von meinen Tauschausflügen her schon kannte, schlugen wir die Richtung nach Stanišić ein. Der Weg dorthin war nicht leicht. Unseren Sohn mußte ich tragen, weil er sehr schwach war. Auch Mutter war sehr geschwächt und fiel oft hin. Und schließlich war auch die kleine Katharina Kinkel bald nicht mehr fähig zu gehen. Mit letzter Anstrengung schleppten wir uns zu einem Salasch. Ich ließ die drei unten am Weg stehen und ging hinauf zum Salsch.Als mich die Frau sah,brauchte ich nicht mehr zu sagen woher ich kam. Ich bat sie uns bei ihnen schlafen zu lassen, um uns für den weiteren Weg zu stärken.Sie erlaubte es sofort und verwies uns in einen leeren Stall.Wir versuchten gerade es uns ein wenig bequem zu machen, da kam sie wieder und brachte uns etwas zum essen. Da wir sie ohnehin um Nahrung bitten wollten, war unsere Freude jetzt umso größer.          

Die Frau kam dann noch einmal und bot uns an im Zimmer in den Betten zu schlafen.Welch ein Gefühl, ohne Angst und in großer Hoffnung schlafen, so vornehm schlafen zu dürfen!

In der Früh sagte der Bauer, daß wir bei ihm bleiben können. Doch ich wollte zu unserem ehemaligen Salschnachbarn auf dem Moholer Hotter.Ich dankte für sein Angebot und bat ihn, er möge uns nach Topola fahren. Er tat es. Wir fuhren zu Lajos Toth, der seinerzeit mit mir in der Küche gearbeitet hatte. Drei Tage bleiben wir bei ihm, dann brachte er uns nach Sekitsch zu Dr.Hartmann. Die kleine Katharina blieb bei Heinrich Pfister (Gastwirt) und wir fuhren wieder zurück nach Topola. Einige Tage später fuhr uns Herr Toth zu unserem ehemaligen Salaschnachbarn. Wir wurden freudig bei ihm aufgenommen. Doch schon bald wurde es uns klar, daß wir nicht dort bleiben konnten, wollten wir die Leute nicht in Gefahr bringen. Alle kannten uns ja. Unser Salaschnachbar brachte uns zu seiner Schwester nach Mohol. Auch dort waren wir willkommen. Wenn jemand fragte, hieß es, ich sei die Tochter mit Kind und unsere Mutter sei eine alte deutsche Frau. Kamen Fremde in die Nähe, versteckten wir uns. Von hier aus ging ich des öfteren zu Fuß nach Sekitsch.

Schon beim erstenmal traf ich dort eine Sekitscher Frau, die mir sagte, daß mein Mann seine Familie suche, doch eine Adresse von ihm kannte sie nicht. Wir waren bei den Leuten bei denen wir wohnten gut aufgehoben. Wir halfen bei der Arbeit, und so waren sie auch gut zu uns. Eines Tages traf auch Post von meinem Mann bei der Familie Hartmann ein, und so erhielt ich nun Briefverbindung mit ihm. Es verging aber noch geraume Zeit, bis wir uns endgültig zur Flucht entschlossen. Nach einem Jahr Aufenthalt auf dem Salasch gingen wir nach Topola um unsere Flucht vorzubereiten. In Topola trafen wir Elisabetha Burger, die Frau von Gottfried Burger, die sich uns anschloß. Wir hatten ja alle wenigstens so viel Geld, daß wir einen Führer zur Grenze nach Ungarn bezahlen konnten. Wir fuhren nach Subotica und erkundigten uns nach einem solchen Führer, den wir auch bald fanden.

Der Führer brachte uns in Grenznähe in eine Weingartenhütte. Dort mußten wir bis zur Nacht warten. Da kam auf einmal ein Soldat und wir bekamen schreckliche Angst. Der Soldat blieb vor der Hütte stehen, schaute zu uns herein, ohne ein Wort zu sagen, schaute dann zum Himmel und ging wieder fort. Uns fiel ein Stein vom Herzen.

In der Nacht kam der Mann der uns über die Grenze bringen sollte. In der Nähe der Grenze erklärte er uns den Weg den wir gehen sollten.Dann bezahlten wir ihn. Ich weiß nicht mehr, wieviel er bekam. Unsere Aufregung stieg, als wir losgingen. Es lagen noch bange Minuten vor uns. Aber wir haben es geschafft, wir waren in Ungarn in der Freiheit!

Wir fuhren nach Budapest. Dort hatten wir eine Bekannte, die während der ungarischen Besatzungszeit guten Kontakt mit der Familie Lösch, mit der sie noch verwandt war, unterhielt. Da wir kein Geld mehr für die Weiterfahrt hatten, hofften wir auf ihre Hilfe. Wir wollten das Geld nicht geschenkt haben, und deshalb gaben wir der Frau unseren letzten Schmuck. Die Mutter ihre Ohrringe und Elisabeth Burger ihren bis dahin geretteten Schmuck. Danach löste sie für uns alle Fahrkarten nach Österreich.

In Österreich kamen wir in ein Durchgangslager. Dort waren Leute vom Bauernverband, die uns sagten, wo wir hinkommen und welchen Lohn wir bekommen würden. Mein Kind und ich kamen zum Bauern nach Stibig bei Graz, Mutter und Elisabeth Burger zu einem Bauern nach Gradweil, ebenfalls bei Graz. Wir mußten dort solange ausharren, bis wir die Zuzugsgenehmigung nach Deutschland erhielten.Sie kam im Juli 1947. Ich fuhr mit Sohn und Mutter nach Holzgerlingen, wo mein Mann bei einem Bauern arbeitete. Elisabeth Burger fuhr nach Obergrasheim zu ihrem Mann Gottfried.

 

Liebe Landsleute der Heimatortsgemeinschaft Sekitsch – Feketitsch liebe Leser des „Sekitscher Boten“ Nr.171 vom 1.September 2014



Liebe Sekitscher und Feketitscher Landsleute, liebe Leserinnen und Leser des „Sekitscher-Boten“

 

Zu Beginn meiner Vereinsarbeit hatte ich mir vorgenommen die persönlichen Kontakte zu den Landsleuten aufzunehmen und zu pflegen. Im weitesten Sinne sind auch die Jugendlichen aus der Zeit der Kinderlandverschickung unsere Landsleute geblieben. Im Februar 2014 erhielt ich die Einladung zu einer Familienfeier nach Leer in Ostfriesland.Mir war bekannt,daß von Oktober 1943 bis April 1944 Jugendliche aus Ostfriesland in Sekitsch waren.

Nach 70 Jahren wollte ich diese Erinnerungen auffrischen und wir sollten uns kennenlernen. Die Namen Adolf und Horst-Werner Janssen sowie Manfred de Buhr und Wilhelm de Vries waren mir bekannt. Sekitscher Landsleute kennen die Namen von unserer Geburtstagsliste. Es gab in der Vergangen- heit viel Kontakt zu den KLV-Kindern und ihren Familien. Dazu hat uns im Sekitscher-Bote vom 1.Mai 2014 Adolf Janssen, aus Oldenburg einen Bericht zu seiner Hunsinger Familie in Sekitsch geschickt. So haben wir, mein Mann Peter und ich, zu Pfingsten 2014 die Reise nach Ostfriesland angetreten. Wir haben in Elsfleth die Brüder Horst-Werner und Adolf Janssen besucht und einige Tage zusammen verbracht. Weiter ging es nach Leer zu einem Besuch bei Wilhelm und Wilhelmine de Vries. Kurzfristig hatten auch Manfred und Maria de Buhr noch Zeit für uns. Aus allen ihren Erzählungen um Sekitsch und seine Gastfamilien zeigt sich eine große Dankbarkeit und Freude darüber, daß sie für ein halbes Jahr den Kriegsschauplätzen in Deutschland entfliehen konnten und ein schönes und sicheres Zuhause in Sekitsch fanden. Sollten auch Sie, liebe Landsleute noch Erinnerungen oder Fotos von Ihrem KLV-Mädchen oder Jungen haben, so wären wir dankbar für einen Bericht oder ein Foto.

Vielleicht haben Sie auch noch Kontakte oder eine Adresse für unsere weiteren Zusammenkünfte in Ostfriesland. Es würde mich sehr freuen, wenn wir dieses Treffen einmal in größerer Runde fortsetzen könnten. Wir kommen gerne bei so viel herzlicher Gastfreundschaft in Elsfleth und Leer.

Auf der Fahrt von Elsfleth nach Leer haben wir auch in Wardenburg  Halt gemacht. Unser Landsmann und ehemaliges Vorstandsmitglied Gottfried Schiffler war bereits im Dezember 2013 im Alter von 91 Jahren verstorben. Ich wollte seine Frau besuchen und mit ihrer Hilfe sein Grab auf dem Friedhof in Wardenburg finden. Leider konnte uns Frau Schiffler nicht zum Friedhof begleiten, ihre Gesundheit läßt dies nicht mehr zu. Dank ihrer Wegbeschreibung haben wir das Grab von Gottfried Schiffler gefunden. Frau Schiffler grüßt die Sekitscher und dankt für den Nachruf seines Freundes Jakob Freund,aus Wolfratshausen.Er hatte im Sekitscher-Bote 1.Mai 2014 sehr treffend das Leben der Schiffler Familie beschrieben. Wir danken auch Brigitte und Gunther Wolf in Berlin. Sie hatten viele Jahre die Bekanntschaft mit Gottfried Schiffler gepflegt. Ihren Nachruf finden die Leser in der Homepage vom Verein. Am 10.Juni sind wir wieder von Bremen abgeflogen, und es wartete schon am 14.Juni das Treffen der Sekitscher Landsleute in Freinsheim.

 

Treffen der Sekitscher und Feketitscher 2014

 

Am Samstag, den 14. Juni war auch dieses Jahr wieder in Freinsheim eine gesellige Zusammenkunft.

Es hatten sich 30 Teilnehmer eingefunden, mehr als voriges Jahr. Besonders erfreulich war, dass 10 Personen neu dabei waren, und zwar aus der Generation, die bereits in Deutschland geboren ist. Diese Entwicklung ist wichtig für den Fortbestand des Treffens, denn nur 8 der Anwesenden haben noch Sekitsch erlebt. Nach der gegenseitigen Vorstellung und Begrüßung ist die Zeit bis zum Mittagessen schnell vergangen. Das reichhaltige Buffet enthielt unter anderem auch die traditionelle Sekitscher Sonntagskost: Supp un Fleisch un Soß.

Nach dem Essen gab es programmgemäß für alle eine Fahrt mit dem Pferde-Planwagen durch das alte Freinsheim mit vollständig erhaltener Stadtmauer und in die umliegenden Weinberge. Anschließend bei Kaffee und Kuchen bestand weiterhin die Gelegenheit, um Erinnerungen wachzurufen und Gedanken auszutauschen. Ich freue mich, dass alle Gäste zufrieden und glücklich waren, und einige eine Wiederholung im Juni 2015 angeregt haben.

David Taus

 

 

Liebe Landsleute der Heimatortsgemeinschaft Sekitsch – Feketitsch liebe Leser des „Sekitscher Boten“ Nr.170 vom 1.Juli 2014

Liebe Sekitscher und Feketitscher Landsleute, liebe Leserinnen und Leser des „Sekitscher-Boten“

 

Zur diesjährigen Hauptversammlung in Böchingen am 26.April möchte ich den Landsleuten welche nicht teilnehmen konnten einen kurzen Überblick zu dem Verlauf der Versammlung geben. Erfreut war ich über die zahlreichen Besucher und neue Gäste. So war zum ersten Mal bei der Versammlung unser Landsmann Adam Bittlingmayer aus Missouri USA und das Ehepaar Mathes. Adam war auf seiner Reise von USA mit einem Zwischenstop nach Böchingen gekommen. Frau Mathes ist Sekitsch durch ihren Vater verbunden und interessiert sich für die Familiengeschichte der Beckers. Da dies eine große Einwandererfamilie ist, sucht sie über die Ahnenforschung auch bei Brigitte Wolf nach ihren Vorfahren. Es ist erfreulich wie viele junge Landsleute sich für unsere Vereinsarbeit und die Homepage interessieren. Von Adam Bittlingmayer geb. 1985 in den USA kam der Vorschlag unseren Verein mit einer Facebook Seite und einem YouTube-Kanal zu präsentieren. So können wieder neue Impluse und Anregungen von jungen Landsleuten zustande kommen.

Eine weitere Neubearbeitung für den Verein haben wir auch vorstellt. Mir wurde vor Jahren eine VHS Kassette von der 200 Jahr Feier Sekitsch in Groß-Umstadt vom 26.-29.09.1986 übergeben. Unser Mediengestalter für die Homepage hat nun diese VHS Kassette auf zwei DVDs überspielt und für den Verein bearbeitet. Falls Interesse besteht, kann künftig diese Veranstaltung auf den DVDs abgespielt und gesehen werden. Viele schöne Momente aus der Erinnerung sind so festgehalten worden. Die Doppelausgabe kostet mit Versand EURO 30,- und kann ab sofort bei mir bestellt werden.

Am besten geht die Bestellung über meine email Adresse wie folgt: helgaeisele@aol.com

Zur Tagesordnung; Es wurde der Vorstand entlastet und der erste Bericht unseres neuen Kassier vorgelegt. Horst Wagner hat eine gute Arbeit für den Verein geleistet und wurde anerkennend gelobt.

Alle Spenden und Ausgaben wurden genau erläutert und der Kassier entlastet. Wir hoffen auch weiterhin auf die Spenden unserer Landsleute, ohne die wir die Vereinsarbeit nicht leisten können. In der Versammlung wurde auch der Beschluß gefaßt, dass wir das Heldendenkmal aus dem 1. Weltkrieg in Sekitsch restaurieren und die Arbeiten beim Steinmetz in Auftrag geben. Unsere Kassenlage läßt diese Ausgaben zu, und wir berichten nach Fertigstellung. Zum geplanten Museum in Sekitsch liegt uns ein Schreiben der Mitarbeiter vom Vojvodina Museum in Novi Sad vor. Sie erklären die lange Zeit der Bearbeitung damit, daß ihnen noch Exponate aus Sekitsch fehlen. Sie suchen nun mit gezielten Nachfragen nach Erinnerungsstücken aus der Gemeinde.Wir werden sehen, inwieweit sie Erfolg haben.Zum Ende der Versammlung waren wir in einem guten Zeitrahmen und konnten auch den Film über die Donauschwaben zeigen. Zu dem serbischen Restitutionsgesetz mache ich eine kurze Stellungnahme. Am 3.März 2014 war nach dem derzeitigen Wissensstand das Ende der Eingabefrist. Wir vom Verein der HOG Sekitsch-Feketitsch hatten ja bereits seit 2011 die Anträge für die Beschaffung der Enteignungspapiere unseren Landsleuten angeboten.

Davon haben 26 Landsleute aus Sekitsch-Feketitsch beim Verein der HOG den Antrag gestellt und soweit es möglich war, ihre Dokumente erhalten. Von diesen 26 Antragstellern für die Beschaffung der Enteignungspapiere haben nur 3 Familien über den Verein den Antrag auf Rehabilitation und Restitution gestellt. Letztlich hat die Ungewißheit auf Erfolg dieser Antragstellung und die Kosten für die Bearbeitung in Serbien , die Landsleute davon abgehalten an der Sache weiter zu machen. Erst 2015 wird man erfahren wie die Vermögen bewertet werden und was dem Antragsteller zugesprochen wird. Bei der Versammlung am 20.April 2013 hatten wir besprochen, daß es für die Landsleute von Interesse sein könnte, den Sekitscher Ortsplan in der Vereinshomepage zu finden. Diesen Vorschlag haben wir weiterentwickelt und seit Ende 2013 ist der Ortsplan in 40 Teilen in der homepage zu finden. Wer also sehen will, wo seine Familie gelebt hat, blättert nun die Seiten durch, und wird das Haus finden. Die Bildergalerie wird ständig erweitert und aktuelle Termine werden bekannt gemacht.

Ich bedanke mich für ein zurückliegendes Jahr der Vereinsarbeit bei Vorstand und Beiräten und besonders meinen Landsleuten die mir in vielen Gesprächen gezeigt haben, daß sie die alte Heimat nicht vergessen haben und sie danken dafür, daß wir eine gute Vereinsarbeit leisten.

 

Ihre Helga Eisele geb.Tauss

1. Vorsitzende

 

 

Wir betrauern

 

Leider haben wir erst jetzt von den Sterbefällen Mitteilung bekommen. Unser Beileid sprechen wir den Familien und Hinterbliebenen aus.

 

Johann Burger, geboren am 15.03.1915 in Sekitsch ist am 31.07.2013 in A-Saalfelden verstorben.

 

Waldemar Zuschlag, geboren am 13.02.1941 in Feketitsch, ist am 17.03.2013 in Frankfurt am Main verstorben.

 

 

Sekitscher und Feketitscher Landsleute in der alten Heimat

 

Anfang März 2014 bekam ich eine telefonische Anfrage, wie man nach Sekitsch und Feketitsch reisen kann. Ich war überrascht und neugierig, wer wohl an dieser Reise Interesse hat. Es entwickelte sich ein schönes Gespräch und ich erfuhr, daß eine junge Frau geb. 1974 aus einer Sekitscher Familie diese Reise machen will. Sie ist die Tochter von Katharina Ohlicher geb. am 15.04.1937 in Sekitsch.Leider ist ihre Mutter am 05.März 2013 in Apfeldrang verstorben. Die Tochter, Walburga Wintergerst wollte also die alte Heimat ihrer Mutter und deren Schwester Helene Ohlicher, kennen lernen.Inzwischen hat diese Reise vom 20. bis 23.April stattgefunden und viele Eindrücke hinterlassen. Sie hat mir ihren Reisebericht versprochen und ich freue mich darauf. Weitere vier Sekitscher waren vom 7.bis 12.Mai angereist; es waren Doris u.Gottfried Karbiener, und die Verwandtschaft von Gottfried mütterlicher Seite. Gertrud Schultheiß geb. Seibert, und Jakob Leipold. Am Sonntag 11.Mai besuchte uns auch Brigitte Wolf aus Berlin, ihre Mutter stammt auch aus Sekitsch. Sie war bereits Tage zuvor in Novi Sad bei ihrer Schwester und deren Familie eingetroffen.Brigitte arbeitet an der Familiengeschichte Sekitsch und zu diesem Anlaß war sie im Archiv in Subotica tätig.

Es ist wunderbar, daß so viele Landsleute nach Sekitsch kommen und die Vereinsarbeit unterstützen. Denn nur mit einem lebendigen Interesse und den vielen Kontakten untereinander können wir mit unserem Sekitsch und Feketitsch im Gespräch bleiben.

Wann planen Sie Ihre Reise nach Sekitsch oder Feketitsch ?

 

Viele Grüße

Helga Eisele

 

Liebe Landsleute der Heimatortsgemeinschaft Sekitsch – Feketitsch liebe Leser des „Sekitscher Boten“ Nr.169 vom 1.Mai 2014

 

Liebe Sekitscher und Feketitscher Landsleute, liebe Leserinnen und Leser des „Sekitscher-Boten“

 

Im Februar 2014 war ich wieder für 3 Wochen in unserem Haus in Sekitsch.Dort erreichte mich auch, den neuen Medien sei Dank, die Nachricht von Frau Christa Koppik, geborene Scheer, aus Geislingen.Sie schrieb mir,sie sei die Tochter des am 29.06.1922 in Sekitsch geborenen Maßschneider Philipp Scheer, aus Geislingen an der Steige. Leider sei ihr Vater am 16.01.1996 verstorben.

Unseren Sekitschern ist Philipp Scheer als Mitveranstalter der Geislinger Kirchweih in guter Erinnerung. In den Tagen vor und nach dem großen Treffen in der Gaststätte „Krone“ in Geislingen war das Haus der Familie Scheer ein beliebter Treffpunkt. Die Tochter Christa und ihre Mutter erinnern sich noch an viele Namen der Gäste. Leider findet die Sekitscher Kerb nun schon viele Jahre nicht mehr statt und die Sekitscher verlieren den Kontakt zu einander. Bei diesem Treffen war im Saal des Gasthofes ein großes Sekitscher Wappen an der Wand aufgehängt worden. Eine wunderschöne Handarbeit und ca. 120 cm im Durchmesser.

Wer von den Landsleuten hat es wohl angefertigt, gibt es dazu noch einen Hinweis?

Vielleicht hat noch jemand ein Foto aus der Zeit der Sekitscher Kerb in Geislingen/Steige und übergibt es an den Verein.Dieses schöne Wappen war im Besitz der Familie Scheer und wurde mir am 20.März 2014 in Geislingen übergeben. Ich werde es im Mai nach Sekitsch mitnehmen und in unserem geplanten Museum aufhängen.Im Namen des Vereins und als 1.Vorsitzende sage ich herzlichen Dank an die Familien Scheer und Koppik. Wir werden das Sekitscher Wappen in Ehren halten und für die Nachkommen aufbewahren.

Ihre Helga Eisele geb.Tauss

 

 

 

Nochmaliger Hinweis: Familienbuch Sekitsch 1786 – 1944 - Ergänzungen – (2014)

Die neue CD „ Familienbuch Sekitsch 1786 – 1944 - Ergänzungen – „ mit über 2100 Seiten wird demnächst fertiggestellt. In dieser CD sind bisher unbekannte und nicht ausgewertete neue Kirchenbuchfunde und standesamtliche Einträge bis 1946 (Auflösung des Lagers Sekitsch) verarbeitet.

Diese CD ist besonders denjenigen zu empfehlen, welche unsere Buchausgabe von 2008 erworben haben, weil hier viele Neueinträge von Personen enthalten sind. Auch konnten z.T. errechnete Daten durch Belege bestätigt oder korrigiert werden. Die Belege können bei uns angefordert werden.

Bestellung der Ergänzungs-CD zum Preis von 25,00 € (incl. Versand in Deutschland, Portokosten ins Ausland auf Anfrage) bitte nur an:

Postanschrift: Brigitte und Gunther Wolf, Oschatzer Ring 4, 12627 Berlin

 

email: brigitte.gunther.wolf@t-online.de

 

Tel. : 030 - 5591516

 

 

ANNO 1848

Die Zeitung „Der Ungar“ vom 18.08.1848 schreibt:

 

Am 9. wurde ins Werbáßer Lager ein St. Tamáser Kappenmacher Namens Maráczy gebracht, der in Feketehegy gefangen genommen ward. Er sagte aus, dass die ganze Mannschaft bei St. Tamás aus 300 Serbianern und etwa eben so viel Grenzern bestehe. Sie hatten beim ersten Angriffe nur 4, jetzt 10-12 Kanonen. Am 7. fingen sie an, einige Serbianer im Bombardieren zu unterrichten. Pulver haben sie hinlänglich in der Kirche. Sie erwarteten Anfangs Bucsics, als dieser nicht kam, Jelacic und endlich jetzt – Rajacic. Die Schanze, an der auch jener Gefangene arbeiten musste, ist eine Klafter breit, nach oben schmäler werdend, und ganz oben etwa 3 Fuß breit. Ihr Major entfloh, jetzt haben sie keinen bestimmten Anführer; sie halten den Major für einen Spion der Ungarn und bedauern, ihn nicht aufgehängt zu haben. Sie brauchen täglich 20 Metzen Mehl, Fleisch haben sie genug: sie bekommen`s auch von Carlovitz für 9 kr. das Pfund und haben erst unlängst 7000 Stück Vieh geraubt.

 

Liebe Landsleute der Heimatortsgemeinschaft Sekitsch – Feketitsch liebe Leser des „Sekitscher Boten“ Nr.168 vom 1.März 2014

 

Liebe Sekitscher und Feketitscher, zu unserer jährlichen Hauptversammlung am

26.April 2014 in Böchingen Beginn 10 Uhr lade ich Sie herzlich ein.

 

Wieder ist ein Jahr vergangen und wir besprechen in der kommenden Hauptversammlung unsere Vereinsarbeit mit den Landsleuten. Ich hoffe, Sie haben das neue Jahr gut angefangen und erfreuen sich bester Gesundheit. Im Namen des Vereines danke ich für Ihre Mitarbeit und die Spenden für unsere Vereinsarbeit.

Leider sind uns auch in letzter Zeit Todesfälle von Landsleuten mitgeteilt worden, denen wir im Sekitscher-Bote gedenken. Soweit uns die Familien einen Nachruf schreiben, danken wir dafür. Für unsere Erinnerung an die verstorbenen Landsleute sollten wir auch das Ereignis des 1. Weltkriegs nicht vergessen.

Im Sommer 2014 jährt sich der Ausbruch des 1.Weltkrieges. Ausgelöst wird der 1.Weltkrieg durch ein Attentat auf den österreichischen Thronfolger in Sarajevo am 28.Juni 1914. 100 Jahre sind vergangen,seit auch unsere Sekitscher und Feketitscher Männer in den Krieg ziehen mußten. Die Sekitscher Kriegsteilnehmer und Gefallene im 1.Weltkrieg 1914-1918 werden auf einer Tafel im Sekitscher Bildband auf den Seiten 30,31,32 geehrt.Das 1929 auf dem Hegyscher Friedhof in Sekitsch errichtete Denkmal zeigt uns heute noch, wieviel Leid über die Familien gekommen ist.

Erinnerungen an den 1.Weltkrieg sind geblieben durch Denkmäler wie dieses und wir sollten es ehren und erhalten. Zum Anlaß der 220 Jahrfeier im August 2006 wurde durch das Ehepaar Danica und Alexsandar Jovetić aus Lovćenac das Denkmal in Eigenleistung restauriert.

Sie hatten die Tafeln mit den Namen geputzt und das Mauerwerk mit weißer Farbe gestrichen. Leider ist wegen der extremen Witterung und dem Standort, direkt an der Hauptstraße, die Inschrift auf den schwarzen Marmortafeln verblichen und teilweise ausgebrochen. Auch sollte der Anstrich erneuert werden. Zu diesem Anlaß und nach Fertigstellung der Reparaturarbeiten wünsche ich mir auch eine Kranzniederlegung am Denkmal in diesem Jahr. Diese Arbeit am Gefallenendenkmal 1914-1918 sollte dieses Mal vom Verein der HOG Sekitsch-Feketitsch in Auftrag gegeben werden. Zu diesem Vorhaben bitte ich um Ihre Meinungsäußerung in der Hauptversammlung.

Sollte uns noch die Zeit bleiben, so plane ich die Vorführung des Films (DVD) ~ Die Donauschwaben ~ ein Film von Marko Cvejić. Realisiert und unterstützt von: Donauschwäbische Kulturstiftung München, Donauschwäbisches Zentralmuseum Ulm, Deutscher Verein „Kikinda“ und Oberösterreichische Landesregierung. Vorgestellt wurde dieser Film im Donautal-Magazin Nr. 172 vom 1. Juli 2012 auf Seite 9.

 

Ich freue mich auf zahlreiche Besucher am 26. April in Böchingen und verbleibe

Ihre Helga Eisele, geb.Tauss, 1. Vorsitzende

 

Tagesordnung:

 

  1. Begrüßung und Eröffnung

  2. Bericht der Vorsitzenden

  3. Bericht des Kassiers

  4. Bericht der Kassenprüfer

  5. Entlastung des Vorstandes

  6. Änderung in der Satzung vom 24.April 2010 die unter § 6 e) genannte Verbindungsperson in die alte Heimat entfällt.

     7. Heimatmuseum in Sekitsch

     8. Restaurierung am Denkmal für die gefallenen Sekitscher Soldaten im 1. Weltkrieg 1914-1918

     9. Treffen der Sekitscher und Feketitscher 2014

     10. Ahnenforschung u. Ortsgeschichte Sekitsch aus dem Nachlaß von Philipp Sandles

     11. Verschiedenes, und evtl. der Film (DVD) Über die Donauschwaben – Opodunavskim Švabama

 

 

 

Nachrufe – Wir betrauern

 

Heinrich Burger,geb. 18.11.1921 in Sekitsch,verstorben 21.11.2013 in Pfullingen. Die Familie wohnte in der Deutschländer Gasse.

 

Peter Leitner, geb. 10.07.1925, verstorben 26.08.2012 in Pfullingen, verheiratet mit Christine geb.Burger, aus der

Deutschländer Gasse.

 

Zum Andenken an meine Tante Kathi, nach langer schwerer Krankheit ist meine liebe Tante Katharina Sandles, geb.Stein, geboren in Sekitsch, am 22.01.1920 im Januar 2014 kurz nach ihrem 94.Geburtstag in Frankfurt/Main verstorben. Die Familie wohnte in Sekitsch in der Weingärtner Gasse.

Christina Duhm, geb. Sandles, in Oranienburg, Herzliche Grüße an meine Sekitscher und Feketitscher Landsleute

 

 

 




 

ANNO

Mein Forscherfreund Dr. Peter Haas aus Wien hat mich auf das Projekt „ANNO“ aufmerksam gemacht. ANNO ist der virtuelle Lesesaal der Österreichischen Nationalbibliothek. Hier kann in historischen Zeitungen und Zeitschriften geblättert und gelesen werden.

 

http://anno.onb.ac.at/anno-suche

 

Wir erfahren, was sich in unseren Heimatorten Sekitsch und Feketitsch von 1848 – 1872 ereignete. Diese Zeitdokumente sind eine wichtige Information zur Ortsgeschichte. Bedeutsam ist, dass unsere Ortsgeschichte auch in Wien verfolgt wurde und Beachtung fand.

Ich lade Sie ein, einer faszinierenden Zeitreise in mehreren Teilen zu folgen.

 

Ihre Brigitte Wolf

 

ANNO 1848

 

Die Zeitung „Der Ungar“ schreibt am 04.07.1848:

 

Aus dem Bácser Comitat schreibt man dem „Kossuth Hirlapja“ vom 25. d. M.:

Täglich tauchen neue traurige Ereignisse am Horizonte unseres Comitates auf. So erschienen am 22. d.M. in dem Marktflecken Sz. Tamás 14-15 Illyrier ganz in serbischer Tracht, unter dem Vorwande, sie wollten Pferde einkaufen. Bei ihrem Erscheinen sammelten sich sogleich die Sz. Tamáser Raizen und als sie das Vorhaben der Gäste erfuhren, sagten sie ihnen, sie sollten doch kein Geld für Pferde ausgeben, da sie dieselben den Ungarn auch ohne Geld wegnehmen können. Gesagt, getan! Es wurden den Ungarn vier ihrer schönsten Pferde weggetrieben. Gleich darauf verbreitete sich die Nachricht, dass in der folgenden Nacht die ganze Ortschaft in Brand gesteckt werden sollte. Nun rafften die Ungarn und Juden ihre bewegliche Habe zusammen, verließen Sz. Tamás und begaben sich nach Hegyes, Feketehegy und anderen benachbarten Ortschaften.

Zur Aufrechterhaltung der Ordnung wurde die Bajaer Nationalgarde herbeigerufen. In das untere Lager sind die Bácser Nationalgarden größtenteils schon eingerückt, die der benachbarten Comitate werden stündlich erwartet. Vergangenen Mittwoch entstand im ungarischen Lager ein Tumult.

Alles schrie: „die Servianer kommen!“

Die ganze Menge ergriff die Waffen, die Gewehre krachten, Schüsse fielen, endlich stellte sich heraus, dass das Ganze ein unzeitiges Soldatenspiel war. Dem Vernehmen nach wird sich alles in dieser Woche entscheiden; wir glauben, es werde eine Versöhnung mit unsern illyrischen Brüdern stattfinden.



 

Vorankündigung

Familienbuch Sekitsch 1786 – 1944 - Ergänzungen – (2014)

Die neue CD „ Familienbuch Sekitsch 1786 – 1944 - Ergänzungen – „ mit über 2100 Seiten wird demnächst fertiggestellt. In dieser CD sind bisher unbekannte und nicht ausgewertete neue Kirchenbuchfunde und standesamtliche Einträge bis 1946 (Auflösung des Lagers Sekitsch) verarbeitet.

Diese CD ist besonders denjenigen zu empfehlen, welche unsere Buchausgabe von 2008 erworben haben, weil hier viele Neueinträge von Personen enthalten sind. Auch konnten z.T. errechnete Daten durch Belege bestätigt oder korrigiert werden. Die Belege können bei uns angefordert werden.

Bestellung der Ergänzungs-CD zum Preis von 25,00 € (incl. Versand in Deutschland, Portokosten ins Ausland auf Anfrage) bitte nur an:

Postanschrift: Brigitte und Gunther Wolf, Oschatzer Ring 4, 12627 Berlin

email: brigitte.gunther.wolf@t-online.de

Tel. : 030 - 5591516

 

 

Nachruf

 

Paul Roth, ist am 29. 0ktober 2013 in Greven bei Münster gestorben. Um ihn trauern Sohn und Tochter mit Ehepartner, sowie drei Enkel und zwei Urenkel. Seine Frau ist schon lange ein Pflegefall. Bis wenige Monate vor seinem Tod hatte ihn seine Tochter betreut, die mit ihm im selben Haus wohnt. Paul Roth ist am 18. Februar 1920 in Sekitsch, Hauptstrße 653 geboren. Er wurde auch zum deutschen Militär eingezogen und kam zum Kriegsende in englische Gefangenschaft. Von den Engländern wurde er in die Britische Zone entlassen. Da er nichts von seinen Eltern wußte, die zu Hause geblieben waren, hat er sich dort im Münsterland niedergelassen und eine Familie gegründet. Erst nachdem sein Vater aus Jugoslawien geflüchtet war, hat er vom Tod seiner Mutter erfahren. Nach einem erfüllten Leben möge er in Frieden ruhen.

 

 

Raisting, im Januar 2014, Nachruf für Resi

 

Frau Theresia Burger wurde am 25.10.1926 als 2. Tochter von Katharina und Lukas Burger in Sekitsch geboren. Einige Jahre später kam dann noch ihr Bruder Lukas zur Welt. Ihre Kindheit erlebte sie im Kreise ihrer Familie in Sekitsch, an der Windmühle. Später erlernte sie dann den Beruf der Schneiderin.

Im Jahre 1944 wurde dann die ganze Familie in ein Lager in Gakowa interniert. Erst nach den Kriegswirren kam die ganze Familie wieder zusammen und ließ sich in Raisting/Oberbayern nieder. Zeit ihres Lebens war Frau Theresia Burger für ihre Familie da. Sie betreute ihre beiden Neffen, sie pflegte ihre Eltern bis zu ihrem Tod und auch noch im Alter hatte sie viel Freude mit ihren Urgroß-Nichten und -Neffen. Für Kinder ließ sie ihre Arbeit ruhen und spielte mit ihnen. Viel Freude hatte sie ebenfalls am Backen und Kochen für die ganze Familie. Auch das Schneidern von Braut- und Dirndlkleidern sowie das Anfertigen von Handarbeiten gehörte auch noch im Alter zu ihren Beschäftigungen. Sie war immer freundlich, gutgelaunt und für die ganze Familie da. So lautet auch der Spruch auf ihrem Sterbebildchen „Wir weinen nicht um Dich, wir weinen um uns – ohne Dich“.

Deine Familie

 

 

Nachruf für Andreas Henkel

 

Leider haben wir auch diesmal wieder den Tod eines Landsmanns zu beklagen. Im November 2013 holte der Tod Andreas Henkel heim. Andreas Henkel, am 27.06.1921 in Sekitsch geboren, ist am 12.11.2013 in Tarpon Springs, Florida, gestorben. Seine Frau Katharina, geb. Mandel, ging ihm vor einigen Jahren im Tode voraus. Andreas und Katharina wanderten 1952 mit Tochter Erika nach Amerika aus und lebten in Chicago. Nach erreichen des Rentneralters übersiedelten sie nach Florida, wo sie im milden Klima des „Sunshine“ Staates ihren wohlverdienten Ruhestand genossen.Es trauern um ihn Tochter Erika, Schwiegersohn Lance Schmidt, Enkel Kurt Schmidt, Enkel Lance Schmidt II mit Ehefrau Anne. Die Beerdigung,der auch einige Sekitscher Landsleute beiwohnten, fand am 23.11.2013, auf dem St. Luke Cemetery in Chicago statt. Vielen Landsleuten wird Andreas als reger Fußball spieler in Erinnerung sein.

 

Lucas Burger, Mount Prospect USA




 

Von Herrn Stefan Kichler, in Haina telefonisch übermittelt beim Gespräch über das Schwarz-Weiß-Foto von Feketitsch, am 09.Jan. 2013 Das Foto zeigt den Wochenmarkt von Feketitsch, das große Gasthaus und den Platz vor der ehemaligen reformierten Kirche.Rechts neben dem Gebäude mit dem Schild „BOROVO“ (Schuhgeschäft) auf dem Bild nicht mehr zu sehen, war das Haus meines Großvaters (Michael Gutwein, Schneidermeister )das Geburtshaus meiner Mutter, Katharina Gutwein, geb. 28.05.1902 in Fek., verstorben 1998 in Deutschland. Der Großvater M.Gutwein hatte im ungarischen Viertel eine Zuschneide-Werkstatt als Schule für Schneidergesellen. Aus weiten Teilen der Batschka kamen die Schüler zur Ausbildung.

Weiter Richtung aus dem Dorf (Novi Sad zu ) auf dem Eck die Judenschule und Synagoge. Heute steht dort nur noch ein kleines Fragment aus der Eingangstüre (so niedrig, dass man sich bücken muss). Das Gebäude wurde abgerissen und mit den Ziegeln eine lose Mauer um das Grundstück aufgestellt. Die Gutwein – Kinder waren dort für 2 Jahre beim Rabbiner im Unterricht. Der Bruder seines Großvaters Jakob Gutwein (genannt der rote Gutwein) hatte eine Ziegelei, mit vielen Arbeitern .Eine Mühle sowie Schweinemästerei in Feketitsch. Auch eröffnete er das erste Kino in Feketitsch. Er war Betreiber des „Strandbades“ in Feketitsch und Katharina Gutwein, seine Nichte, hat für ihn einige Jahre den Strand in Pacht betrieben. Der Strand war zwischen dem Ortsende Feketitsch und Beginn zu Sekitsch. Seine Frau und er hatten 11 Kinder, davon lebten 5, alle anderen sind im Kleinkind oder Säuglingsalter verstorben. Er war ein reformierter Christ, der später nach einem tragischen Schicksal in der Familie, aus dieser reformierten Kirche ausgetreten ist und sich einer anderen Glaubensgemeinschaft zugewandt hat. Er hatte seinem Neffen zum Abschluss des Ingenieurstudiums eine komplette Dreschmaschine geschenkt. Als man diese Maschine zur Feier des Tages anlaufen ließ, löste sich der schwere Lederriemen und flog gegen den jungen Mann der sofort tot war. Dies sah der Onkel als eine Strafe Gottes an und trat deshalb aus der ref. Kirche in Feketitsch aus.

 

Liebe Landsleute der Heimatortsgemeinschaft Sekitsch – Feketitsch liebe Leser des „Sekitscher Boten“ Nr.167 vom 1.Dezember 2013

 

diese Doppelausgabe bringt uns nun schon dem Jahreswechsel 2013 auf 2014 näher. Die Geburtstagslisten werden länger, da ja die Glückwünsche schon ins 1. Vierteljahr 2014 hinüber reichen.

Ich freue mich, daß viele unserer Landsleute die Glückwünsche erhalten und mit der Grußkarte von der Heimatortsgemeinschaft machen wir den älteren Landsleuten eine Freude. Oft kommen liebe Grüße von den Jubilaren zurück und sie danken damit für die Arbeit vom Verein. Unser Beirat Gottfried Karbiner und seine Frau Doris haben auch in diesem Jahr nach der Neuwahl wieder diese Aufgabe übernommen. Mit viel Liebe suchen sie die schönen Karten aus und oft gibt es auch ein Telefonat zum Geburtstagskind und ein persönliches Gespräch. Mit den Spenden unserer Landsleute können wir diese schöne Geste ausrichten und deshalb herzlichen Dank für Ihre Spenden an den Verein.

 

Die letzte Juniwoche 2013 war die Ferienwoche mit den Gastkindern aus Mali Jdjos. Darüber wurde vor Beginn im Sekitscher Bote vom 1.Juli 2013 schon berichtet. Heute können wir abschließend dazu den Bericht von Beata Fekete, Deutschlehrerin aus Feketitsch, übermitteln. Sie hat uns in dieser Woche begleitet und sprachlich die Kinder unterstützt. Die Jugendlichen in diesem Jahr waren Jelena Stojnovic (13 Jahre aus Feketitsch),Ana Pejovic (14 Jahre aus Sekitsch) und Andrej Bojko (14 Jahre aus Kishegyes). Zum Ende der Woche schrieben die Jugendlichen einen Bericht über ihre Eindrücke und wie sie den Donauschwaben näher gekommen sind. Die Texte und Fotos finden Sie in der Homepage vom Verein. Den nachfolgenden Bericht von Beata Fekete können Sie gerne zum Anlaß nehmen, um diese Woche selbst einmal zu erleben und sich auf die Spuren Ihrer Ahnen zu begeben.

An die HOG Sekitsch-Feketitsch gerichtet schreibt sie:

„Ich muss zuerst sagen, dass ich mich bei dem Verein Sekitsch-Feketitsch und der Vorsitzenden Frau Helga Eisele für alles bedanke.Dieses Projekt war eine schöne und erzieherisch wertvolle Gelegenheit für unsere Kinder. Man weiß über die Geschichte der Donauschwaben sehr wenig. Für unser Land ist es typisch, dass wir ein sehr vereinfachtes Denken über die Donauschwaben haben. Hinter uns liegen zwei Weltkriege, viele schlechte Erlebnisse, aber andererseits hatten unsere Ahnen wirklich schöne Kontakte mit den Schwaben.Durch diese Woche haben wir alle zusammen sehr viel gelernt. Wir haben Städte wie Sombor, Novi Sad, Sremski Karlovci, Petrovaradin besucht, dann auch viele Museen, Ethno-Häuser, Spaziergänge am Kanal der Theis und Donau. Die Julia-Mühle in Feketitsch und Frau Helgas Haus in Sekitsch. Die Kinder haben jetzt einen Überblick darüber, wie und wo die Donauschwaben lebten, arbeiteten, feierten, was sie gerne aßen und wie sie sich gekleidet haben. Die deutschen Sprachkenntnisse konnten verbessert werden. Gott sei Dank, haben wir noch immer freigiebige Menschen wie die Landsleute aus Sekitsch-Feketitsch und die Familie Eisele, die wirklich Lust haben, unseren Kindern die Perspektive zu erweitern. Ich hoffe, dass sie nächstes Jahr etwas ähnliches noch einmal organisieren werden, weil dieses Projekt den Kindern wirklich viele Möglichkeiten gibt.“

Diesem Bericht kann ich nur hinzufügen, daß es auch mir eine Freude war, den Jugendlichen unsere ehemaligen Ansiedlungen zu zeigen und sie darauf hinzuweisen, daß es ein gutes Leben war und unsere Ahnen dieses Land zum Wohlstand durch ihren Fleiß gebracht haben. Es ist bedauerlich, wie heute die Dörfer aussehen, die Häuser zum Teil einstürzen und die schönen Kirchen abgetragen wurden.

 

Helga Eisele geb.Tauss, 1. Vorsitzende

 

Rückblick auf die Vereinsarbeit und die Zeit in Sekitsch und Feketitsch im Sommer 2013


 

Im Juli konnte ich mit Spenden unserer Landsleute das Mähen der Grabfläche auf dem Weingärtner Friedhof in Auftrag geben. Gleichzeitig wurde auch die Inschrift auf dem Gedenkstein neu nachgestrichen. Das Wetter hatte die Inschrift schon sehr ausgewaschen und nach 8 Jahren, solange haben wir den Gedenkstein schon auf dem Friedhof, war es an der Zeit die Schrift wieder aufzufrischen. Mein Dank und liebe Grüße an Fam.Dense und Frau Katharina Schneider. Aus dem Vojvodina Archiv in Novi Sad erhalten wir für den Verein Kopien von Gemeindebeschlüssen und Sitzungsprotokollen aus den Jahren 1854, 1857 und bis Anfang 1900, als in Sekitsch noch die Amtssprache deutsch war.Die Unterlagen können bei der nächsten Hauptversammlung 2014 eingesehen werden. Zu späterer Zeit planen wir eine Übernahme in die Homepage vom Verein und im geplanten Museum in Sekitsch. Unseren Dank an Herr Günther Haug vom AkdFF er hat uns diese Dokumente kopieren lassen. Vom 18.08. bis 21.08. haben wir Besuch von Wilma Schnichels, geb.Brauchler. Ihr Vater ist aus Feketitsch und ihre Mutter aus Sekitsch. Nach der Hochzeit lebten die Eltern in Sekitsch in der Schwabengasse. Wir verbringen schöne Tage mit vielen Gesprächen über die Familiengeschichte. Sie besorgt sich im Rathaus die Geburtsurkunden ihrer Eltern.

Am 30.August gebe ich ein Interview für die Magyar Szo(Ungarische Stimme). Herr Dr. Csordas Mihaly, arbeitet als freier Schriftsteller für die Magyar Szo und stellt seine Fragen zu unserer Vereinsarbeit und zu dem geplanten Museum in Sekitsch. Und wie die Heimatortsgemeinschaft Sekitsch-Feketitsch mit ihren Landsleuten den Kontakt hält?

Frau Gerta Korponai übersetzt für Herrn Csordas unser Gespräch, das wir in unserem Haus in Sekitsch führen.

Das Weinfest in Feketitsch wurde am 7 September gefeiert. Vom Strand aus kamen die Pferdewagen mit den Tanzgruppen auf das Weingut Miklos Lodi und dort gab es wieder viel Musik und Tanz. Die ungarischen Tanzgruppen machten eine gute Stimmung und später ging es mit Gulasch-Kochwettbewerb am Strand weiter. Eine Gruppe von Rittersleuten hat die Schlacht bei Senta nachgespielt.Es krachten die Schwerter aufeinander und die Ritter mußten sich gegen die Angreifer mächtig zur Wehr setzen. Langos und Wein wurde gereicht und die Zeit bis zum Mittagessen im Kulturhaus in Feketitsch verging sehr schnell. Das im Wettbewerb als bestes Gulasch ausgewählte, kam mit dem heißen Kessel ins Kulturhaus angeliefert. Unseren Landsleuten, die dieses Festessen dort schon erlebt haben, kann ich nur sagen, es war wieder sehr schön und kommen Sie 2014 zu diesem Weinfest nach Feketitsch.Grüße an die Landsleute und an das Ehepaar Bittlingmayer von Herrn Gabor Budor. An Familie Ludmann viele liebe Grüße von Sandor Banjai und Frau. Sie waren in dieser Zeit auch in ihrem Haus in Feketitsch.

Ein Teil der Tanzgruppe vor ihrem Auftritt



Herr Karoly Pal und Danilo Dabovic haben mich am nächsten Tag nach Subotica zu einem Gedenkgottesdienst für den 2012 verstorbenen Bischof Arpad Dolinszky mitgenommen. Nach dem Gottesdienst in der ev.Kirche wurde noch am Grab ein Segen gesprochen. Im Namen der HOG Sekitsch-Feketitsch habe ich Anteilnahme und Grüße bekundet. Inzwischen wurde am 31.Oktober in der evangelischen Kirche in Feketitsch eine Gedenktafel für Bischof Dolinszky angebracht.

Am Nachmittag treffen Doris und Gottfried Karbiner bei uns ein und wir freuen uns, daß wir wieder Besuch von Landsleuten haben. Ihnen berichten wir mit Freude, daß auch am 2.Juli bereits Dr.Roland Hartmann und seine Frau Käthe bei uns waren. Sie besuchten den Gedenkstein auf dem Friedhof und waren enttäuscht, daß es mit dem Museum noch nicht weiter geht. Doris und Gottfried bleiben eine Woche und wir haben viel vor. Die Pflaumen müssen geerntet werden und es wird Marmelade (Schleckl) gekocht. Für den Schnaps bereiten wir die Weintrauben vor und die Sonne scheint schön warm auf die Kübel mit der Maische. Inzwischen ist der Schnaps gebrannt und in Flaschen. Für weitere Gäste backen uns Karbiners noch einen herrlichen Pflaumenkuchen. Also machen die Sekitscher heute wieder das gleiche was unsere Familien schon vor uns dort gemacht haben. Nur wir genießen das Leben jetzt mehr und die Arbeit hält sich in Grenzen. So fahren wir auch an einem Tag ins Vojvodina Museum nach Novi Sad. Wir besuchen gemeinsam die Ausstellung Migration entlang der Donau. Die Ansiedlung in Ungarn im 18.Jahrhundert und ihre Folgen.In einem Teil der Ausstellung sehen wir Dokumente eines Siedlers aus Alfdorf/Württ. nach Sekitsch.

 

Der Vater unseres Ferienkindes Senka C. vermittelt mir ein Interview zum regionalen Fernsehsender TV Batschka.

Es werden Fragen zum geplanten Museum gestellt und ein Video dazu aufgenommen. Ein Teil der Exponate werden gefilmt und zu ihrer Verwendung befragt. Viele alte Werkzeuge sind heute nicht bekannt und müssen erklärt werden. Am nächsten Tag kommt das Kamerateam und die Reporterin noch einmal von Vrbas nach Sekitsch und es wird ein Interview und Fotos mit den Mitarbeitern des Vojvodina Museum aufgenommen. Dieser TV-Report wurde am 25.Sept. um 17.15 Uhr im Vorabend Programm im Regionalteil Batschka gesendet.

Leider kann auch in diesem Dialog mit den Mitarbeitern aus dem Vojvodina Museum noch kein Termin für die Fertigstellung in Erfahrung gebracht werden. Für mich ist das alles nicht zufrieden stellend, da ich wochenlang in Sekitsch bin und in diesem Jahr das Team nur 2 mal für ein paar Stunden erschienen ist. Mit Recht warten die Landsleute auf eine Fertigstellung und die Nachfragen zur Eröffnung kann ich nicht beantworten. Die Zeit in unserem Haus in Sekitsch ging für uns Ende September zu Ende. Inzwischen mache ich schon wieder die Vereinsarbeit von Korb aus. Die bis jetzt eingetroffenen Bestellungen für die CDs vom Sekitscher Bildband habe ich verschickt. Bitte denken Sie daran, daß es vielleicht auch ein schönes Geschenk innerhalb der Familie sein könnte, so die Geschichte von Sekitsch weiterzugeben.

Das Treffen der Heimatortsgemeinschaften in Sindelfingen am 26.10. im Haus der Donauschwaben war wieder eine gute Gelegenheit sich mit Landsleuten zu treffen. Wir waren wieder eine nette Gruppe von Sekitschern, die ich als Vorsitzende der HOG an meiner Seite hatte.Gustav Becker, Horst Wagner, Doris und Gottfried Karbiner, Niko Sieler und Wilma Schnichels grüßen die Sekitsch-Feketitscher Landsleute.

 

Ihre Helga Eisele geb.Tauss

 

Wollen Sie in Sekitsch (Lovćenac) unser Nachbar werden ? In Sekitsch werden Häuser zum Verkauf angeboten, in der Kulaer Gasse (Ulica 13.Juli) und in der Zweiten Reihe (Dura Strugara) nähere Informationen dazu können Sie gerne bei mir nachfragen.

Meine Telefon Nummer: 07151-35760


 

Sekitscher Bildband

 

Für die Bestellungen der CDs Sekitscher Bildband und das Heimatbuch von Johan Jauß nachstehend noch einmal meine Adresse.

Helga Eisele

Boschstraße 26

D-71404 Korb

Tel. Nr. 07151-35760

email: helgaeisele@aol.com

 

 

 

Nachruf

Wir trauern um unseren Landsmann Franz Wahl, geboren am 15.08.1919 in Sekitsch und am 01.08.2013 in Holzgerlingen verstorben. Bis zur Vertreibung lebten er und seine Eltern in der Tscherwenkaer Gasse. Seine Ehefrau starb schon vor einigen Jahren. Die Töchter, Elfriede und Ilse mit ihren Familien trauern um den lieben Vater.

Wir denken an Franz Wahl und behalten ihn als einen frohen und geselligen Menschen, der gerne Musik machte, in Erinnerung. Unser aufrichtiges Beileid den Familien Burghardt und Schlenker.

 

Helga Eisele 1. Vorsitzende

 

 

Für unsere Landsleute, die noch im Königreich Jugoslawien 1929-1941 geboren sind, ist dieser Bericht ein Teil ihrer eigenen Lebensgeschichte. Der König flüchtete ins Exil und den Donauschwaben stand die Flucht, Vertreibung und Vernichtung in den Lagern bevor.

Der Leichnam des letzten jugoslawischen Königs, Peter II Karadjordjevic, von USA nach Serbien überführt. AP Beitrag von Dusan Stojanovic übersetzt von Landsmann Lucas Burger

Der Leichnam des letzten jugoslawischen Königs,Peter II Karadjordjevic, der 1970 in USA verstarb, wurde am Dienstag dem 22.Januar 2013, trotz Einwand einiger in den USA lebenden königstreuen Serben, in feierlicher Zeremonie nach Serbien überführt.Anfang des 2.Weltkriegs flüchtete der frühere König vor der Nazi-Besetzung Jugoslawiens und kehrte nie wieder, wegen der späteren kommunistischen Übernahme, in sein Land zurück. Er starb mit 47 Jahren im Exil und wurde in der Kirche des serbisch orthodoxen Klosters in Libertyville, Illinois, beigesetzt. Er war der einzige in amerikanischer Erde beerdigte europäische Monarch. Sein Sohn, Kronprinz Alexander, der in Belgrad lebt, wollte die sterblichen Überreste seines Vaters nach Serbien überführt sehen.Was aber laut Bericht einige serbisch-amerikanische Gruppen verärgerte, denn sie behaupten, der Leichnam des Königs wurde geheimnisvoll exhumiert und nach Serbien gebracht, obwohl dieser vor seinem Tod geäußert habe, er wolle für immer in amerikanischer Erde beerdigt bleiben.

Bei der Ansprache im königlichen Palast in Belgrad behauptete sein Sohn jedoch, sein Vater habe immer den Wunsch gehabt in seinem Land und zu seinem Volk, das er über alles liebte, heimkehren zu können.“Darüber sprach er oft,wenn er und ich beisammen waren“, sagte Alexander,als der mit Flagge bedeckte Sarg seines Vaters in die Kapelle des Palasts gebracht wurde und der Patriarch der serbisch-orthodoxen Kirche, Irinje, ein Gebet sprach.

„Wir haben den König in sein Land zurück gebracht“, sagte Alexander,der zur Wiederherstellung der serbischen Monarchie aufrief. „Willkommen zurück, Vater!“ Ein paar Dutzend Königstreue – einige gekleidet in alt serbischen Uniformen- hielten während der Feierlichkeit Kerzen, Blumen und Fotos von Peter in der Hand.Die vollständige Befürwortung der serbischen Regierung zum Beschluß den Leichnam des Königs heim zu holen, war durch die Anwesenheit von Premierminister Ivica Dacic und anderen Staatsmännern bestätigt. Obwohl Peter in die königliche Famlie geboren wurde und sein Großvater König Georg VI von England war, war sein Leben oft sehr tragisch und chaotisch. Er war erst 11 Jahre alt, als sein Vater, König Alexander I, in Marseilles ermordert wurde. Für die nächsten sechs Jahre war die Macht des jungen Monarchen in Händen einer Drei-Mann-Regentschaft, die von seinem Onkel Paul angeführt wurde. Im März 1941, nachdem Paul mit Nazi Deutschland ein Abkommen geschlossen hatte, wurde er gestürzt und der damals 17 Jahre alte Peter von Serbiens Antifaschisten zum König gekürt. Als jedoch im April 1941 Deutschland in Jugoslawien eindrang, mußte Peter fliehen und flüchtete zuerst nach Griechenland, dann nach Ägypten und später nach England, von wo er die Regierung seines Landes im Exil führte.Später lebte er auch in Frankreich und endete schließlich in USA. Die Geschichtsbücher stellen ihn als Aushängeschild und Opfer listiger Politiker dar.

Am Dienstag 22.Januar 2013 priesen Serbiens Staatsmänner die Heimkehr des Königs als Weg der Versöhnung ihres Landes,das seit dem 2.Weltkrieg zwischen Königstreuen und Gegnern geteilt war.

„Serbien hat eine lange Tradition und Geschichte,“ sagte Oliver Antic, ein Berater des serbisch-nationalistischen Präsidenten Tomislav Nikolic. „Jetzt werden selbst Länder, die keine Sympathie für uns haben, sehen wie stark die Tradition bei uns ist.“

Eine feierliche Bestattung für König Peter II ist für später in diesem Jahr (Mai) geplant.

The Associated Press,2013 – Report contributed by Dusan Stojanovic

Translated – Mount Prospect – February 2013

 

Liebe Landsleute der Heimatortsgemeinschaft Sekitsch – Feketitsch liebe Leser des „Sekitscher Boten“ Nr.166 vom 1.September 2013

 

mit einem Rückblick bringe ich noch einmal den Leserbrief von unserem Landsmann Richard C.Loesch, USA. geboren 1935 in Sekitsch in Erinnerung.

Herr Lösch schreibt im Donautal-Magazin Nr. 177 dazu, daß die Kosten der Restitution vom Staat Serbien zu tragen wären, wollte man die Sache gerecht und mit Erfolg betreiben.Da diese Meinung auch bei anderen Sekitscher Landsleuten zu hören ist, sollte darüber berichtet werden.

Wie die Bearbeitung der Restitution und Rehabilitation vor sich geht und wie die Bearbeitung des Antragstellers zu erfolgen hat, können wir auf Seite 35 in der Ausgabe Nr. 177 vom 1.Juli 2013 nachlesen.

Es ist durchaus möglich, um Fremdkosten zu sparen, daß der Antragsteller, falls er die serbische Sprache in Wort und Schrift beherrscht, seinen Antrag selbst über die Internetseiten einreichen kann.Zuvor sollten jedoch die geforderten Dokumente, wie zum Beispiel die Enteignungsbeschlüsse beantragt werden. Für diese Beschaffung aller gewünschten Dokumente benötigen Sie in aller Regel einen Beauftragten in Serbien, der sich für den Antragsteller der Sache annimmt und die Anträge bearbeitet. Die enteigneten Flurstücke auf den Gemarkungsgrenzen müssen erst gesucht werden und neu vermessen werden. In den Archiven verschiedener Bezirke müssen die Grundstücke gesucht werden, da die Sekitscher und Feketitscher Landsleute ihren Besitz weit verstreut hatten.Es muß wirklich jeder für sich und mit Rücksprache in seiner Familie entscheiden, ob er dieses Verfahren in die Wege leiten will und letztlich auch für die Kosten aufkommen kann. Denn sollte es eine Rückgabe von Landbesitz oder Staatsanleihen geben, so wird auch diese Aktion wieder Kosten verursachen, bzw. fremde Hilfe in Anspruch nehmen. Wir Landsleute leben nicht im Staat Serbien und können uns deshalb nicht selbst um diese Angelegenheit kümmern.Der Verein hilft gerne weiter, da wo wir können stellen wir auch gerne Kontakte zu Rechtsanwälten her, die sich mit dieser gesetzlichen und gerichtlichen Antragstellung auskennen.

 

Helga Eisele, geb. Tauss, 1. Vorsitzende

 

 

 

 

 

 

Sekitscher Bildband mit Ergänzungen


 

Nun ist der 1,8 kg schwere Bildband Sekitsch als Leichtgewicht in Form einer CD ab sofort erhältlich. In der Hauptversammlung vom 20.April 2013 wurde beschlossen, daß wir eine Neuauflage zu dem 1981 erschienen Bildband machen werden. Mit dieser CD passen wir uns dem Umgang mit den Medien in der heutigen Zeit an.

Es wäre auch ein geeignetes Geschenk, um bei der jungen Generation das Interesse für Sekitsch und die alte Heimat der Eltern und Großeltern zu wecken.

Ihre Bestellung richten Sie bitte per email an die Seite der Homepage: www.sekitsch-feketitsch.de

oder als Bestellung per Post an die Adresse:

Helga Eisele

Boschstr. 26,

D-71404 Korb

 

Gleichzeitig ist die Bestellung des Heimatbuches von Johan Jauß mit dem Titel „Szeghegy im ersten Jahrhundert seines Bestandes, möglich.

Der Preis für die CD Sekitscher Bildband beträgt 10,-- Euro und bei Bestellung von beiden CDs erhalten Sie diese zum Sonderpreis von Euro 15,-- zugeschickt.

Nach Ihrer Bestellung erhalten Sie einen Überweisungsträger auf das Konto vom Verein, und so ist es für Sie eine einfache Sache diese beiden interessanten Schriftstücke um unser Sekitsch zu bekommen.

Wir vom Verein hoffen darauf, daß Sie sehr zahlreich von dieser Möglichkeit der Neuauflage unseres Bildbandes und des Heimatbuches von Johan Jauß Gebrauch machen.

 

Helga Eisele

 

 

 

Liebe Landsleute der Heimatortsgemeinschaft Sekitsch – Feketitsch liebe Leser des „Sekitscher Boten“ Nr.165 vom 1.Juli 2013 ,

unsere jährliche Hauptversammlung fand am 20.April 2013 in den Räumen des Heimatmuseums „Haus der Südostdeutschen“ in Böchingen statt. Die Versammlung wurde um 10.35 Uhr durch die Vorsitzende eröffnet. Mit 24 Personen für die Stimmabgabe und einem Gast wurden die Tagesordnungspunkte abgearbeitet.

 

Der Bericht der Vorsitzenden wiederholt im Wesentlichen schon die zurückliegenden Berichte in den laufenden Sekitscher-Boten in 2012 und 2013. So werden die Landsleute, die nicht der Versammlung folgen können, auch umfassend über die Vereinsarbeit informiert. Es wurden auch Grüße der Landsleute übermittelt, die nicht zur Versammlung kommen können. Am 30.Dezember 2012 war unser Landsmann und langjähriges Vorstand- mitglied Philipp Sandles verstorben.Wir gedenken seiner Arbeit um den Verein und unsere aufrichtige Anteilnahme gilt seiner Familie.Rückblickend wurden noch einige Punkte angesprochen, die vom Verein im Jahr 2012 geleistet wurden. So hatte die vom Verein finanzierte Trachtengruppe in donauschwäbischer Tracht und Tänzen beim Kirschenfest im Juni in Feketitsch ihren ersten Auftritt.

Für die Teilnahme und das Geschenk zum 60.Geburtstag für das Land Baden-Württemberg hat unsere Heimatortsgemeinschaft eine Urkunde vom idgl Institut für donauschwäbische Geschichte und Landeskunde erhalten. Die den Anwesenden vorgelesen und gezeigt wurde. Für die drei Gastkinder aus der Gemeinde Mali Jdjos hat die Donauschwäbische Kulturstiftung in Stuttgart den Aufenthalt ermöglicht. Mit dem Bericht des Kassiers und der Kassenprüfer kommen wir zum Thema der Spenden und Finanzen. Leider ist das Spendenaufkommen in den Jahren 2012 und 2013 zurückgegangen. Seit der Sekitscher-Bote kostenpflichtig geworden ist, bleibt für den Verein nur ein sehr geringer Mehrbeitrag.Die Kassenprüfer haben die Unterlagen eingesehen und alles für korrekt und richtig gefunden.

Der Kassier und der ganze Vorstand werden entlastet. 20 Ja-Stimmen und 4 Enthaltungen.Die Vorsitzende bedankt sich für die gute und langjährige Arbeit des Kassiers Dipl.Ing.David Taus. Er überreicht für das Museum in Sekitsch (Lovcenac) ein Buch als Geschenk: „Das Schicksal der Deutschen in Jugoslawien“.Dann übernimmt der Wahlleiter Ldm.Reinhold Walter sein Amt für die Neuwahlen. Der Wahlleiter stellt die Frage: „Geheimwahl oder Handzeichen?“ Die Versammlung entscheidet sich für das Letztere.

Gewählt wurden:

Helga Eisele - Vorsitzende

Dr.Erwin Böhm - Stellvertretender Vorsitzender

Horst Wagner - Kassier

Dr.med.Roland Hartmann - Schriftführer

Judith Cramer, geb.Leipold und Dipl.Ing.Oswald Hartmann - Kassenprüfer

 

Als Beiräte wurden gewählt:

Gottfried Karbiner, Dipl.Ing.Philipp Leipold, Jack Lohrmann, Brigitte Wolf,

Dipl.Ing. David Taus und Dipl.Ing.Oswald Hartmann

 

Die Gewählten nehmen die Wahl an. Als Verbindungsperson zwischen dem Verein und den Landsleuten in den USA wird Justine Wittine geb. Grau aus Sekitsch, weiterhin im Amt bestätigt.

Die weiteren Tagesordnungspunkte 7. bis 12. fasse ich wie folgt zusammen:

Die Heimatstube in Sekitsch ist leider noch nicht eingerichtet und ein Termin zur Eröffnung steht nicht fest. Die Mitarbeiter aus dem Museum in Novi Sad haben sich der Sache angenommen und arbeiten daran. Da die vom Verein und durch Spendengelder finanzierten Räumlichkeiten längst fertig sind, ist es deshalb ärgerlich daß es nicht weiter geht. Uns wurde von der Museumsleitung in Novi Sad fest zugesagt, daß sie im Sommer 2013 fertig sind. Der Eröffnungstermin wird im Sekitscher-Boten und auf der Vereinshomepage bekannt gegeben.

Zu dem vorgeschlagenen Familienfotobuch über Sekitscher und Feketitscher Familien mit ihren Nachkommen wurde lange diskutiert. Die älteren anwesenden Landsleute hatten daran kein Interesse und haben sich auf den Sekitscher Bildband berufen.

Die jüngere Generation holt sich ihre Informationen und Nachforschungen zu den Familien im Internet.
So werden wir jetzt versuchen den Sekitscher Ortsplan bis 1944 in unsere Vereinshomepage zu übernehmen und jeder kann sich darin informieren bzw. selbst einen Eintrag machen. Daran soll ab sofort gearbeitet werden. Diese Aktivität kann nur durch Spenden finanziert werden,da uns ja der Zugriff über die Homepage keine Spenden einbringt. Bitte vergessen Sie die Spende an die Heimatortsgemeinschaft nicht.Dann können wir auch weiterhin diese Seiten informativ und interessant gestalten.

Wobei ich auch sehr gerne Familienfotos für den Sekitscher-Bote und die Homepage hätte. Wer also gerne seine Familie und die Nachkommen vorstellen möchte, sollte uns an den Vorstand ein Foto schicken. Dazu auch die Mitteilung, wo die Familie in Sekitsch oder Feketitsch gelebt hat, und wo und sie heute lebt.

Unser bisheriger Kassier und Sekitscher Landsmann Dipl.Ing. David Taus, stellt unter Punkt 9 der Tagesordnung nochmals das Programm zum Sekitscher Treffen am 15.Juni 2013 in Freinsheim vor. Wir hoffen auf diesem Treffen viele Landsleute zu sehen und auch die Besucher aus der jungen Generation sind uns herzlich willkommen.

Brigitte und Gunther Wolf berichten über ihre Arbeit auf dem Gebiet der Ahnenforschung. Und die Absicht den Sekitscher Bildband auf einer CD herauszubringen. Der Sekitscher Bildband von 1981 ist als Buch ausverkauft und es soll nun eine Neuauflage in Form einer CD erscheinen. Der Verkauf und Bestellung wird über den Verein gehen, zum Preis von EURO 10,- plus Versandkosten.Darüber wird jedoch noch gesondert berichtet werden und es wird ein Exemplar im Sekitscher-Bote am 1.September 2013 und in der Vereinshomepage vorgestellt.

Zu den Anträgen auf enteignetes Vermögen in Serbien wurde nochmals die Möglichkeit der Antragstellung über den Verein angesprochen.Die bisher eingereichten Anträge sind in der Bearbeitung und das Verfahren sehr langwierig. Auch muß der Antragsteller die Kosten vorfinanzieren, und ob es eine Entschädigung gibt wissen wir erst in 2014, dann soll das Verfahren abgeschlossen sein.Zuletzt wurden noch die Punkte unter Verschiedenes besprochen.

So kam noch einmal der Antrag auf eine Ahnentafel am Donauufer in Ulm zur Sprache. Diese Kosten sind nach Abstimmung dem Verein derzeit zu hoch. Wir wollen den Verein auf einer ausreichenden finanziellen Basis erhalten und die Spendengelder nach den Wünschen der Landsleute zum Einsatz bringen.Die Versammlung schließt um 17.45 Uhr und wir wünschen allen Teilnehmern eine gute Heimreise.Es grüßt Sie liebe Landsleute herzlichst der neue Vorstand und die neuen Beiräte Ihrer Heimatortsgemeinschaft Sekitsch-Feketitsch

Helga Eisele, geb.Tauss

1. Vorsitzende

 

 

 

Damals und heute in Sekitsch

 

Erinnerung an die Zeit der Ansiedlung vor 227 Jahren:

Am 4. Mai 1786 erfolgte damals die Zuweisung und die Übernahme von 220 Häuser an die Ansiedler in Sekitsch. Am 25.Juli 1786 bittet das Somborer Ansiedlungsamt um weitere 26 Familien für Sekitsch.

Der Ort Sekitsch hat 5 Gassen: Unterreihe, Zweitreihe, Hauptgasse, Schwabengasse und Oberreihe.

Erster Richter, gleichzeitig Bürgermeister und Kirchenvater wird Johann Adam Bauer.

Es folgt die Entstehung des Alten Friedhofes, der bis 1862 der einzige Friedhof war. Die Amtssprache ist Deutsch, bis 1830. Und wer weiß das alles noch so genau, und haben Sie liebe Landsleute Ihren Kindern und Enkeln schon davon erzählt? Und heute nach 227 Jahren haben wir wieder ein Haus in Sekitsch in dem ein Heimatmuseum der Donauschwaben und der Sekitscher und Feketitscher Familien entsteht. Es wird Deutsch in den Schulen unterrichtet und die Kinder in Feketitsch und Hedyes haben regelmäßige Unterrichtsstunden. In Lovcenac wird als Fremdsprache Englisch und Russisch gelernt. Aber durch das Fernsehen verstehen viele Kinder auch schon einiges in Deutsch. Leider haben sie alle aus diesen drei Gemeinden nur wenig Gelegenheit ihre Sprach- kenntnisse anzuwenden.

 

Warum entsteht in Sekitsch (Lovćenac) ein Donauschwäbisches Museum ?

 

In diesem Jahr werden wir die drei Gastkinder aus der Gemeinde Mali Jdjos nicht nach Deutschland einladen, sondern mit ihnen auf die Spuren der Donauschwaben in ihrer Gemeinde gehen. Zusammen mit der Deutschlehrerin aus Feketitsch, Frau Beata Fekete und den 3 Jugendlichen machen wir ein Programm mit diesen Fragen und die Jugendlichen sollen die Antwort finden.

In der Zeit vom 24.06. bis 29.06.2013 machen wir dieses Ferienprogramm. Wir besuchen in Sombor das „Haus der Versöhnung“ unter der Leitung von Herrn Anton Beck. Dort im Verein St.Gerhard Sombor, gibt es seit Dezember 2012 eine interessante Ausstellung zum Thema der Ansiedlung. (Bitte lesen Sie, liebe Landsleute dazu den Bericht im Donautal-Magazin vom 1.Dezember 2012 Seite 77.)

Für einen Tag fahren wir nach Novi Sad (Neusatz) ins Museum der Vojvodina. Die Ausstellung über die Donauschwaben wird uns von der Direktorin Frau Agnes Ozer gezeigt und für die Jugendlichen erklärt werden. Viele interessante Themen zur Ansiedlung bis zur Vertreibung der Deutschen in den Jahren 1944 / 1945 wollen wir besprechen. Was ist zurückgeblieben und wo finden wir heute noch die Spuren der Ansiedlung und die Nachkommen dieser Familien.

Ich bin schon sehr gespannt auf diese Ferienwoche in Sekitsch und die Gastkinder, die ich ja auch erst in dieser Juniwoche kennenlerne.

 

Liebe Grüße Ihre Helga Eisele geb.Tauss

 

 

 

 

Sekitscher Treffen vom 15. Juni 2013

 

Noch angeregt vom erquicklichen Nachgefühl zum Sekitscher Treffen in Freinsheim möchte ich ein paar Zeilen dazu festhalten.

Zunächst vielen Dank an David Taus für die gelungene Organisation. Wir hatten viel Gelegenheit zum Reden, zum gegenseitigen Informieren, zum Auffrischen von Erinnerungen und auch zum Lachen. Gemäß donauschwäbischer Lebensart war das in einem schönen Weingut von kulinarischen Köstlichkeiten umrahmt. Und wer wollte, konnte noch an einer Kutschfahrt durch die Altstadt und die Weinberge von Freinsheim teilnehmen. Es war rundherum eine gelungene Veranstaltung, was viele Teilnehmer bestätigten.

Als zweiter Vorsitzender der HOG Sekitsch / Feketitsch möchte ich deshalb anregen, dass wir in Zukunft einmal jährlich im Juni zu einem solchen Sommertreffen zusammen kommen. Dabei können wir gerade auch mit jüngeren Menschen, die Wurzeln in Sekitsch oder Feketitsch haben, einen anregenden Gedankenaustausch in heiterer Stimmung pflegen.

Ich bin sicher, dass David Taus auch im nächsten Jahr die Organisation dieser Veranstaltung in bewährter Weise übernehmen wird.

 

Dr. Erwin Böhm

Liebe Sekitscher und Feketitscher Landsleute, liebe Leser des „Sekitscher Boten„ Nr.164 vom 1. Mai 2013

 

ich danke Ihnen für die Nachfragen zu dem Bildband Feketisch II und die damit verbundenen Ostergrüße.

Das Fotobuch ist nicht zu vergleichen mit dem Bildband Sekitsch, der 1981 über den Verein an die Landsleute herausgebracht wurde.

Es handelt sich jetzt um eine Ausgabe mit Fotografien aus der Vergangenheit und der Gegenwart von Feketitsch II mit 169 Seiten und einem Vorwort des Präsidenten des Kulturvereins „Feketitsch“,

Karoly Pal. Wer Interesse an diesem Fotobuch hat, kann es gerne bei mir bestellen.

In der Zeit vom 17.März bis 30.März 2013 waren mein Mann und ich wieder in unserem Haus in Sekitsch. Ein strenger Winter wollte einfach nicht zu Ende gehen. So hatten wir in der Karwoche 10cm Neuschnee und ein winterlich verschneites Dorf. Der Kirchgang am Palmsonntag in die evangelische Kirche in Feketitsch war dann auch eine echte Herausforderung. Der Kirchenraum war leider nicht beheizt, wohl aus Gründen der Sparsamkeit. Es wird überall gespart und die große Arbeitslosigkeit zeichnet sich in den Dörfern ab. Entlang der Hauptstraße wurde schon im Sommer 2012 die ehemals große Mühle von Christian Welker abgetragen und ist jetzt ein freier Platz. Im Jahr 1905 erbaut war die Mühle ein stattlicher Bau. Leider ist das Gebäude durch die lange Zeit des Leerstandes so baufällig geworden, daß die Gemeinde das Gebäude abtragen ließ.

Eine Legende geht zu Ende und bleibt nur Erinnerung, so auch in Sekitsch; Das große Gasthaus mit Tanzsaal der Familien Karl Tauss und Philipp Hunsinger wird in diesen Tagen abgetragen. Große Tanzveranstaltungen und Hochzeiten wurden dort gefeiert. Die Männer kamen zum Billard- und Kartenspielen. Bei den Tanznachmittagen saßen die Großmütter und Mütter der jungen Mädchen in der Reih und beobachteten sehr genau, welcher Tänzer am besten zum Mädchen paßte und ob er auch der Richtige war. Oft wurde so schon die nächste Hochzeit geplant. Ich wollte für Manfred Hunsinger, geb. am 24.03.1936 in Sekitsch, zu seinem 77. Geburtstag ein Foto von seinem Geburtshaus machen und bin deshalb zur Haus Nr. 459 in der Zweiten Reihe gegangen. Das Haus war schon lange sehr baufällig und seit 2012 mit Bändern vor dem Zutritt geschützt.Der halbe Giebel stand noch und das Baujahr 1941 war noch zu lesen. Der Abriß geht behutsam vor sich und wird nicht wie bei uns mit schwerem Gerät eingerissen.

Alles findet wieder Verwendung und ich habe zugesehen wie 4 Männer über eine Leiter ohne Sicherheitsvorkehrungen die Dachziegel von Hand zu Hand nach unten gereicht haben. Dort hat ein Arbeiter die Ziegel (Biberschwanz-Ziegel) vorsichtig in Reihen aufgestellt. Viele Häuser in Sekitsch haben das Baujahr und den Namen des Hausbesitzers am Giebel.Am nächsten Tag kam ein Traktor und hat die Dachsparren geholt.

Dieses Holz ist Opfer des Holzwurmes geworden, aber für Feuerholz wird es immer noch gut sein. Die großen Dachbalken werden herausgehoben und soweit sie gut sind auch noch verkauft.Der Abriss geht finanziell so vor sich, daß die Abrissfirma keine Bezahlung bekommt, jedoch das Material für sich veräußern kann.Wie gut war es doch, daß Manfred und seine Frau im Jahr 2011 noch einmal ihr Haus in Sekitsch gesehen haben.

Dir lieber Manfred habe ich einen Biberschwanz-Ziegel vom Dach gerettet und werde ihn dir bald möglichst zu kommen lassen.

Im Mai werden die Arbeiten im Museum in Sekitsch wieder von Neuem aufgenommen. In den Wintermonaten arbeiten die Museumsleute nicht, da es aus wirtschaftlichen Gründen nicht möglich ist. So werden Heizkosten erspart und die Leute zwangsbeurlaubt. Obwohl unsere Museumsräume gut beheizt sind, machen die Mitarbeiter des Museums in Novi Sad keine Ausnahme. Also treffen wir uns alle wieder im Mai und ich hoffe sehr, daß es dann zu einem abschließenden Arbeitskreis kommen kann. Wir wollen ja endlich unsere Eröffnung planen und den Landsleuten den Eröffnungstermin mitteilen.

Für unser Museum hat uns Manfred Hunsinger den Ausweis seiner Mutter Katharina Hunsinger/Tauß, geb. 09.05.1914 in Sekitsch, übergeben. Sie hat diesen mit ihrer schönen Schrift als Käthe Hunsinger am 30.06.1941 unterschrieben. Als weiteres Dokument für unsere Ausstellung übergab er uns sein Sparbuch bei der Landwirtschaftlichen Kredit- u. Wirtschafts- genossenschaft „Bauernhilfe“ mit der Nr. 459 Das Sparbuch schließt mit der letzten Einzahlung über 1.020,- Pengö und einem Kontostand von 1.260,15 Pengö am 31.Mai 1944.

Vor fast 70 Jahren hat unser Freund Manfred seine Ersparnisse durch die Enteignung an den Staat Jugoslawien verloren. Für einen Jungen im damaligen Alter von 8 Jahren ein schwerer Verlust.

Nochmals herzlichen Dank für die Dokumente nach Sekitsch.

 

Ihre Helga Eisele geb.Tauss, 1. Vorsitzende

 

Liebe Sekitscher und Feketitscher Landsleute, liebe Leser des „Sekitscher Boten“ Nr.163 vom 1.März 2013

 

Das neue Jahr sollte eigentlich etwas ruhiger beginnen und ich wollte nicht so bald wieder nach Sekitsch reisen. Jedoch die Aufforderung am nächsten Bildband über Feketitsch mitzuwirken brachte mich auf den Weg. Am 14. Januar 2013 traf ich mich im Haus in Sekitsch mit Frau Ottilia Sarközi und Herrn Josef Korizs aus Feketitsch. Es wird ein Bildband II entstehen zu dem wir,die ehemaligen deutschen Bewohner einen Teil an alten Fotografien dazu beitragen sollten. Im letzten Jahr hatte ich ja für den Verein viele alte Fotos von Feketitsch und seinen Familien erhalten und es wurde nun eine schöne Auswahl betroffen. Dieser Bildband II erscheint durch die oben genannten Herausgeber im Frühjahr 2013 in Feketitsch. Es ist erfreulich, daß diese Bildbände I und II in Ungarischer, Deutscher und Serbischer Sprache erscheinen. Es soll eine Erinnerung sein an das gute Zusammenwirken in der damaligen Dorfgemeinschaft mit der gemischten Bevölkerung.

Solche Bildbände und die damit verbundene Ahnenforschung ist ein großer Beitrag dazu, daß die ehemaligen Bewohner dieser Dörfer nicht vergessen werden. Auch ist es oft ein Anlaß, daß es wieder Gespräche und Diskussionen gibt und der Austausch durch Jung und Alt stattfindet.Eine besondere Fotografie aufgenommen im Winter in Feketitsch entlang der Hauptstrasse habe ich von unserem Landsmann Herrn Stefan Kichler, geb. 14.06.1923 in Sekitsch erhalten. Diese Fotografie enthält für ihn sehr viel an Erinnerung die er gerne weiter gibt. Haben Sie auch so eine Fotografie die Sie an Ihre Jugendzeit erinnert, die in Ihnen alle guten Zeiten in der alten Heimat wach ruft?

 

Ihre Helga Eisele, 1. Vorsitzende

Liebe Sekitscher und Feketitscher, zu unserer jährlichen Hauptversammlung,

am 20.April 2013 in Böchingen, lade ich Sie herzlich ein.

 

Ein Jahr mit wichtigen Ereignissen für den Verein liegt hinter uns und wir wollen mit neuen Aufgaben und Ihrer Unterstützung die Vereinsarbeit gestalten. Schon das Zusammentreffen der Landsleute an diesem Tag ist mit viel Freude ausgefüllt. Jeder ist glücklich den Gesprächspartner vom Vorjahr wieder gesund an seiner Seite anzutreffen. Für eine aktive Vereinsarbeit brauchen wir mehr Mitglieder.Es wäre gut, wenn unsere Landsleute solange sie noch rüstig und reise- freudig sind ihren Nachkommen die alte Heimat in der Batschka zeigen. Aus vielen Erzählungen kann sich ein junger Mensch besser ein Bild machen, wenn man diese Dörfer Sekitsch und Feketitsch einmal besucht und dort seine eigenen Eindrücke sammeln kann. So eine Reise führt sicherlich dazu, daß man sich den Erzählungen der Familie neu zuwendet und selbst gute Erfahrungen machen kann. Leider sind die vielen Erzählungen und Erinnerungen der älteren Landsleute angefüllt mit schweren Schicksalsschlägen wie die Flucht, Vertreibung oder Lagerzeit. Bitte bringen Sie, liebe Landsleute Ihre Kinder oder Enkelkinder zur Hauptversammlung mit. Das Haus der Südostdeutschen mit dem Heimatmuseum Böchingen, wäre schon ein Anlaß in dieser wertvollen Ausstellung die Zeit der Eltern oder Großeltern in der alten Heimat kennenzulernen. Viele junge Leute beschäftigen sich heute mit der Ahnenforschung. Es wird im Internet nachgeforscht von wo kommt meine Familie und von wo sind die Vorfahren in die Batschka ausgewandert. Für die Ahnenforschung und Ortsgeschichte Sekitsch und Feketitsch haben sich Brigitte und Gunther Wolf in Berlin, mit den Familienbüchern viel Arbeit gemacht und erfolgreich für unsere Landsleute zusammengestellt. Neues in der Ahnenforschung und weiteres Material dazu werden sie uns bei der Hauptversammlung vorstellen. Vom Arbeitskreis Donauschwäbischer Familienforscher (AkdFF) stellt uns Herr Günther Haug seine Arbeit und die Zusammenarbeit mit Brigitte u. Gunther Wolf vor. Es werden sehr interessante Themen zur Aussprache kommen. Ich wünsche Ihnen eine gute Anreise nach Böchingen und freue mich auf zahlreiche Teilnehmer.

Ihre Helga Eisele geb. Tauss

1.Vorsitzende

 

 

Liebe Sekitscher und Feketitscher Landsleute, liebe Leser des „Sekitscher Boten“Nr. 162 vom 1. Dez. 2012,

 

mit unserem alten Sekitsch und Feketitsch sich zu befassen, heißt auch die Tatsachen der heutigen Zeit zu erkennen.

Am Ortseingang zu Sekitsch steht heute Lovćenac, denn seit dem 4.Dezember 1946 heißt der Ort nun so. Schmerzlich für alle die noch in Sekitsch geboren sind und so die Identität ihres Geburtsortes verloren haben. Der alte Name ist unter der ungarisch sprechenden Bevölkerung durchaus noch bekannt und wird auch so verwendet.

Das Dorf selbst ist mit dem alten Ortsplan von Sekitsch noch gut zu erkunden. Außer, dass so wichtige Merkmale wie die Kirche, das Gemeindehaus und die Friedhöfe nicht mehr da sind, kann man doch sein Haus in der jeweiligen Gasse gut wieder finden. Die Namen der ehemaligen Besitzer sind oft noch am Giebel lesbar. Feketitsch oder Feketić ist nicht so leicht zu erkunden. Da braucht es schon jemanden der selbst noch dort gelebt hat und einem weiterhelfen kann. Leider gibt es keinen genauen Ortsplan wie von Sekitsch und die Nachfrage von Landsleute nach ihrem Haus kann ich oft nicht beantworten. Mein Weg führte mich jedoch am 10.August 2012 ins Rathaus nach Mali Idjos (Kis-Hegyes) um die neue Gemeindeverwaltung kennen zu lernen und mich und unsere Heimatortsgemeinschaft vorzustellen. In Serbien haben drei Parteien die Bildung einer neuen Regierung verabredet: Die Sozialisten, die einstigen Nationalisten und die Liberalen wollen ihr Land weiter in Richtung EU führen. Die Gemeinde hat nun nach diesen Wahlen auch ihre Veränderungen in der Kommunalpolitik erfahren. Die neue Bürgermeisterin ist Frau Dr.Erzsėbet Celluska-Frindik. Es war wichtig, daß wir mit unserer Vereinsarbeit in der alten Heimat wieder die gleiche Zustimmung finden, wie unter der vorherigen Gemeindeverwaltung. Auf meine Nachfrage, welches ihre Ziele für die künftige Gemeindearbeit sind, sagte sie mir, daß sie versuchen will für die Alten und Kranken eine bessere Versorgung zu bewirken und mit einem Tagespflegeheim die soziale Situation in der Gemeinde etwas zu verbessern.

Unser Projekt „Gastkinder aus der Gemeinde Mali Idjos“ hat sie sehr begrüßt und weiß um unsere Bemühungen einer guten Zusammenarbeit mit dem dortigen Verein „Neuer Anfang“. Gerne würde sie auch einmal Jugendliche aus Familien der ehemaligen Bewohner begrüßen, denn ein wirklicher Austausch ist leider bisher nicht zustande gekommen. Unsere Jugendlichen könnten auch dort in den Sportvereinen oder in der Schule mitwirken. Für eine erneute Einladung von 3 Gastkindern fehlen uns für das Jahr 2013 noch die finanziellen Mittel. Vielleicht findet sich wieder ein großzügiger Spender unter unseren Landsleuten. Bei unserem Museum in Sekitsch gibt es insofern einen Stillstand, da die Arbeiten nun in der Stille stattfinden. Das Vojvodina Museum in Novi Sad hat uns für die Erstellung einer Ausstellung und für die Bearbeitung des historischen Hintergrundes drei Mitarbeiter (Ethnologen) zur Verfügung gestellt. Diese Arbeiten in den Archiven können und dürfen wir von der HOG nicht selbst machen und sind deshalb dankbar, daß wir mit unserem Projekt Heimatstube nun plötzlich das Interesse eines großen Museums in Novi Sad haben. Unsere Vergangenheit in den beiden Dörfern der HOG wird so wieder neu belebt und bekommt eine gute Gelegenheit nicht vergessen zu werden. Wie die Arbeiten vorangehen und bis wann es zu einer Eröffnung kommt, erfahren sie in jedem weiteren Sekitscher Bote. An dieser Stelle möchte ich nochmals um Ihre Spendenbereitschaft bitten, denn mit Ihren Spenden liebe Landsleute können wir manches innerhalb der Ausstattung unseres Museums noch bewirken. Für den Leseraum sollen Regale gebaut werden und die gewünschte Wandbemalung nach dem Vorbild alter Sekitscher Häuser ist auch noch nicht finanziert. Es ist für unsere HOG eine großartige Sache und ich kann Ihnen versichern, dass es mir eine Freude ist dieses Projekt voran zu bringen.

 

Ihre Helga Eisele, 1. Vorsitzende

 

 

Liebe Sekitscher und Feketitscher Landsleute, liebe Leser des „Sekitscher Boten“Nr.161 vom 1. Sept. 2012 ,

in der Ausgabe des Sekitscher Boten vom 1.Juli 2012 wurde im Aufruf zum 150-jährigen Heimatfest von Sekitsch darauf hingewiesen, daß ein Ausschuß gegründet wird, der mit der Erstellung eines Heimatmuseum betraut wird. Der Ausschuß für das Heimatmuseum ist mit der Durchführung der Sammlung und Ordnung aller hierfür in Betracht kommenden Gegenstände betraut.Als Ausstellungsgebäude sind die neuen Schulen vorgesehen.So hatten es im Jahr 1936 unsere Familien in Sekitsch geplant.Ein furchtbarer 2. Weltkrieg, die Flucht und spätere Vertreibung sowie die Verschleppung in die Zwangsarbeit und Lager hat alle diese Pläne zerstört.Alles mußten diese Familien zurücklassen und nur wenige kamen mit Erinnerungen an die alte Zeit über die Grenzen in eine neue Heimat. Mit der Erstellung des Museums und der Heimatstube heute in Lovćenac, erfüllen wir den Wunsch unserer Familien auf dieses Zeugnis für die Nachwelt. Ich weiß, für uns Sekitscher bleibt der Name unseres Ortes so, jedoch ist seit Beschluß vom 4.Dezember 1946 von der neuen Bevölkerung der Ortsname geändert worden. Was können wir in dem neuen Museum in Sekitsch zeigen und wie das Interesse der Besucher wecken; Zum einen sind es die Räume in einem alten Schwabenhaus, das komplett renoviert wurde, aber heute wieder so hergestellt ist, wie es der frühere Besitzer, die Familie Peter Johann Karbiener erbaut hat, in der Zweitreih Nr.465

Zur Ausstellung kommen die Heimatstube India/Syrmien, mit Möbeln und Gebrauchsgegenständen,sowie die Trachten aus der Zeit bis 1944/1945.

Von Sekitscher und Feketitscher Landsleuten haben wir Familienfotos,teilweise mit Stammbaum und Sekitscher Bildband erhalten. Viele alte Ausgaben vom Sekitscher Boten und Bücher über das Leben der Donauschwaben. Diese Spenden werden wir mit Hilfe des Museums der Vojvodina in Novi Sad aufarbeiten und für eine Ausstellung herrichten. Möbelstücke aus dem alten Sekitsch werden derzeit häufig angeboten, aber leider zu Preisen, die wir nicht bezahlen können oder wollen. So z.B. ein Schlafzimmer für € 2.900,- und eine komplette Esszimmer Einrichtung für € 4.500,- usw.Deshalb begnügen wir uns vorläufig mit Dingen, die wir als Spenden erhalten und warten ab, wie es weiter geht.Im August wird die Heimatstube aufgebaut und die Erinnerungen an Sekitsch und Feketitsch soweit vorerst vorhanden, kommen zur Ausstellung.Den Termin für die Eröffnung und die Einweihung werden wir noch bekannt geben. Nach unseren Plänen sollte jedoch bis Anfang September alles fertig sein.

Die Öffnungszeiten werden wir noch festlegen müssen und eine Betreuungsperson sollten wir zur Mithilfe haben. Aber ich bin zuversichtlich, daß wir das alles noch so erreichen werden und damit das gewünschte Ziel unserer Vorfahren von 1936 erfüllen können. Wir haben bisher mit Ihren Geldspenden viel erreichen können und doch ist der Verein auch weiterhin auf Ihre Spenden angewiesen. Wir würden gerne die Räume des Museums mit den alten Walzen und Bordüren bemalen lassen. Es gibt noch Handwerker, die diese alte Malerarbeit ausführen können. Dazu benötigen wir Spenden für den Kauf der Farbe und den Stundenlohn. Vielleicht haben Sie auch Freunde oder Bekannte, die gerne für eine Heimatstube spenden, oder Sie fragen andere Landsleute aus der alten Heimat. Ich bin mir sicher, daß jeder eine Idee hat wie dem Verein geholfen werden kann. Bitte beachten Sie den Hinweis im Sekitscher-Bote auf unser Vereinskonto, ich danke Ihnen. Am 28.Juni hatten wir wieder Besuch im Haus in Sekitsch. Dr.Roland Hartmann und Frau Käthe haben einige Stunden dort verbracht und die Räume für das Museum besichtigt.Alles hat ihre volle Zustimmung erhalten und für Ihre Spende von EUR 50,- bedankt sich die Vereinsleitung.

 

Ihre Helga Eisele geb.Tauss



Liebe Sekitscher und Feketitscher Landsleute, liebe Leser des „Sekitscher Boten“, Nr.160 1. Juli 2012

mit meinem nachfolgenden Bericht möchte ich Ihnen von der Hauptversammlung am 21.April 2012 in Böchingen berichten und Ihnen einen Überblick über die besprochenen Beiträge der Tagesordnung geben.

Vorab jedoch meinen Dank an alle Teilnehmer für Ihre Mitarbeit und das Interesse an der Vereinsarbeit. Landsleute welche nicht teilnehmen konnten, hatten uns ihre Grüße übermittelt.

Meine Arbeit für die HOG Sekitsch-Feketitsch sehe ich darin, daß wir die Vergangenheit der alten Heimat und unserer Familien nicht vergessen, aber an die Zukunft denken und darüber sprechen.

Was sind unsere Ziele und wo haben wir die Zustimmung und das Interesse unserer Mitglieder ?

Mit der Gestaltung einer Heimatstube in Sekitsch haben wir uns viel vorgenommen und auch viel Zustimmung erfahren dürfen. Für den finanziellen Start haben wir im November 2011 einen Brief mit der Bitte um Spenden an unsere Landsleute verschickt und das Projekt auch in der Homepage vom Verein vorgestellt.

Für den Innenausbau benötigen wir weiterhin Ihre finanzielle Unterstützung und bitten Sie um Spenden an den Verein. Nochmals herzlichen Dank den Spendern und das uns erwiesene Vertrauen in dieses Vorhaben.

 

Innerhalb dem Vorstand kamen wir zu dem Ergebnis, daß dieses Projekt eine einmalige Gelegenheit wird, für die Zukunft unser Vereinsleben interessant zu gestalten. Dieses Museum soll die Geschichte der Donauschwaben zeigen und die Erinnerung erhalten an die Bewohner der Gemeinden Sekitsch und Feketitsch.

Sollten Sie oder Ihre Kinder Interesse an einer aktiven Mitarbeit haben, so wären wir sehr erfreut und sind für jegliche Zusammenarbeit dankbar.

 

Kulturförderung:

 

Die Gemeinde Feketitsch hat eine Ungarische Tanzgruppe, bestehend aus jungen Leuten die gerne auch Donauschwäbische Tänze lernen wollte. Dazu hat unser Verein einen finanziellen Beitrag geleistet und fördert so die Kultur in der alten Heimat. Zum Kirschenfest am 8.und 9. Juni 2012 wird die Tanzgruppe zum ersten Mal mit diesen Donauschwäbischen Tänzen in den Trachten auftreten.

Leider haben wir zu der Wiederherstellung des deutschen Friedhof in Feketitsch und die Freilegung der Familiengräber keinen Antrag und keine Landsleute die uns hier aktiv unterstützen wollen.

 

Ihre Helga Eisele geb.Tauss, 1. Vorsitzende

 

 

Neues aus Sekitsch, mein letzter Aufenthalt für die Fertigstellung der Heimatstube und erste Besucher !

 

Am 29. Mai 2012 sind wir, Helga und Peter Eisele in unser Haus in der Zweiten Reihe eingezogen. Bis es dazu kam erhielten wir tatkräftige Unterstützung von Doris und Gottfried Karbiner und meiner Freundin Walli, auch eine Donauschwäbin.

Wir haben viel gearbeitet und bis zur Abreise war das Haus und das geplante Museum soweit fertig, daß wir schon Besucher durch das Haus führen konnten.

Große Überraschung war der Besuch von Ronald P.Fetzer aus Massapequa N.Y. USA am 24. und 25. Mai 2012

Zusammen mit seinem Sportfreund und einem Dolmetscher aus Novi Sad war er an zwei Tagen nach Sekitsch gekommen um die Häuser seiner Familie zu sehen und die Heiratsurkunde der Eltern im Rathaus abzuholen. Wir konnten ihm in der ehemals „Zweit Reih“ die Häuser zeigen und auf der Fassade ist noch der Name des Großvaters Jakob Fetzer zu lesen. Dieses Haus ist in gutem Zustand und wird auch bewohnt, jedoch ist das Haus der Familie Bensinger unbewohnt und im staatlichen Besitz. Es ist wohl für die Erweiterung der Schule vorgesehen.

Die Beschaffung der Heiratsurkunde haben wir mit dem Besuch auf dem Rathaus verbunden und wurden vom Ortssekretär Milan Sankovic freundlich empfangen. Gäste aus USA hat er auch nicht alle Tage und er bittet um viele Besucher für seine Gemeinde Lovcenac.

Gerne beantwortet er auch Fragen zu den Häusern und ob Häuser in Sekitsch verkauft werden.

Das von uns renovierte Haus und die geplanten Räume für das Museum haben Ihnen sehr gut gefallen und weitere Besuche seiner Familie sind für die Zukunft zugesagt worden.

Pfingstsonntag 27. Mai waren wir zum Gottesdienst in Feketitsch in der ungarischen Kirche. Nachmittags war uns der Besuch von Günther Haug ebenfalls Sekitscher Landsmann, angemeldet worden.

Herr Haug ist sehr mit der Familienforschung beschäftigt und als stellv. Vorsitzender des AkdFF (Arbeitskreis Donauschwäbischer Familienforscher) zur Zeit in Novi Sad tätig.

Wir haben zusammen einen Spaziergang über den Weingärtner Friedhof gemacht und ich konnte Herrn Haug den Gedenkstein für die Sekitscher Landsleute zeigen.

In der Hoffnung, daß es noch viele solche Begegnungen in Sekitsch gibt schließe ich meinen Bericht.

 

Ihre Helga Eisele geb. Tauss

 

Liebe Landsleute der Heimatortsgemeinschaft Sekitsch / Feketitsch, liebe Leser des Sekitscher Boten Nr.159 1.Mai 2012

Donauschwäbische Grüße zum Baden-Württembergischen Geburtstag Institut für Donauschwäbische Geschichte und Landeskunde (IdGl) in Tübingen.

Eine anlassgebundene Ausstellung Tübinger Studenten.

Zum Anlass wird ein Studienprojekt durchgeführt, um das Wirken der Heimatortsgemeinschaften darzustellen.

Baden-Württemberg hat die Patenschaft für die Volksgruppe der Donauschwaben übernommen und so feiern wir in diesem Jahr mit unserem Geschenk diesen 60. Geburtstag.

Mit Schreiben vom 15.08.2011 wurde auch unser Verein, die HOG Sekitsch-Feketitsch, gebeten sich an den Grüßen zum Baden-Württembergischen Geburtstag zu beteiligen.

Das Studienprojekt findet in enger Kooperation mit dem IdGl und dem (DZM) Donauschwäbischen Zentralmuseum in Ulm statt. Was schenken wir dem Geburtstagskind und was kann unsere Gemeinde Sekitsch und Feketitsch in der alten Heimat und in der heutigen Zeit darstellen?

Wir haben uns für die Gestaltung einer Schürze entschieden und iese mit alten und neuen Motiven bedruckt. Da auch die Zusammenarbeit mit der heute dort lebenden Bevölkerung und unserem Verein in der Gemeinde Feketitsch zum Ausdruck kommen sollte, haben wir die Schürze nach Feketitsch gebracht und dort mit Stickereien in Handarbeit ausschmücken lassen.

Uns ist ein sehr schönes Geschenk gelungen und es wurde inzwischen dem IdGl in Tübingen übergeben.

Zusammen mit den Geschenken der anderen Heimatortsgemeinschaften werden diese Grüße zum Bad.- Württ.Geburtstag am 18.Oktober 2012 im DZM Ulm zur Ausstellung kommen.

Es wäre schön, wenn Sie liebe Landsleute der HOG Sekitsch-Feketitsch zu diesem Ausstellungstermin kommen.

 

Ihre Helga Eisele

1. Vorsitzende

 

Unserem Land Baden-Württemberg herzlichen Glückwunsch zum 60.Geburtstag

 

Gratula´lunk !

Ćestitamo !

Die Vojvodina ist eine kulturelle Mischung von Land und Leuten. Unsere Dörfer und ihre Bewohner haben seit der Ansiedlung in drei Sprachen gesprochen und gelebt.

Deshalb können wir auch heute noch in diesen Sprachen unsere Glückwünsche übermitteln. Noch heute lebt eine deutsche Minderheit in Serbien und der Vojvodina. Zu diesen Menschen den Kontakt nicht zu verlieren sind unsere Bemühungen. Wie kam es zu der Schürze als Geschenk: Zum einen sind es die Namen unserer ehemaligen deutschen Gemeinden und Fotos aus dem Sekitscher Bildband und neue Fotos aus heutiger Zeit.

Was kann den Fleiß und die Sparsamkeit der Donauschwaben besser zum Ausdruck bringen als eine Schürze.

Unermüdlicher Einsatz in der Küche, im Stall und auf dem Feld, sowie bei den vielen Schlachtfesten, immer mußte eine Schürze getragen werden. Auch die Kinder gingen mit der Schürze, um die Kleidung zu schonen und aus Sparsamkeit, damit die Kleidung sehr lange halten konnte.

Mit diesem Fleiß und großer Sparsamkeit haben die vielen Donauschwaben nach der Flucht und Vertreibung wieder begonnen in Baden-Württemberg eine neue Heimat aufzubauen.

Im Namen aller unserer Landsleute danken wir für diese 60. Jahre und wünschen dem Land weiterhin Friede und Erfolg. Seinen Bewohnern ein glückliches Zuhause und möge niemals wieder jemand kommen und sie aus ihrer Heimat vertreiben.

„ Helf Gott, und Adje“, so sagten unsere Ahnen bei Begrüßung und zum Abschied.

Ihre Helga Eisele

 

 

Neues vom Projekt : Heimatstube

Durch das Projekt über die Eröffnung der Donauschwäbischen Heimatstube in Sekitsch (Lovćenac) hatte ich die Möglichkeit, nach Deutschland zu fahren.Frau Helga Eisele schlug mir eine Praktikumsarbeit in dem Donauschwäbischen Zentralmuseum in Ulm vor.Für meine Abiturarbeit hatte ich ein ähnliches Thema gewählt, bzw. über die Ansiedlung geschrieben.

Im Rahmen des Vertrags vom DZM verbrachte ich dort zirka drei Wochen.Es war ein schönes Erlebnis in diesem Gebäude mitarbeiten zu können.Während meiner Zeit in Ulm hatte ich die Gelegenheit an verschiedenen Programmen teilzunehmen.Es war besonders interessant an einem Wochenende einen Workshop zu organisieren.

Eines Sonntags war auch eine Tanzgruppe aus Rudolfsgnad (Knićanin) zu Besuch in Ulm, eine Kindergruppe aus Mecseknádasd,Ungarn auf der Sonnenmatte in der Nähe von Reutlingen.Es war ein Programm für sie über der Vorbereitungen um auf Ostern zu gestaltet.

Meine Arbeit bestand aus der Inventarisierung der Museumsobjekte.Aber ich hatte auch praktisches zu tun, z.B. den schon markierten Objekten einen Platz im Depot zu finden.

Ich wohnte bei meinen Gastgebern Helga und Peter Eisele in Korb bei Waiblingen sowie bei Franz und Gudrun Flock in Weidach bei Ulm.Ich bedanke mich gleich noch mal für die unglaubliche Gastfreundschaft.Neben der Arbeit konnte ich mir die Sehenswürdigkeiten der Stadt ansehen, wie das Münster in Ulm. In Stuttgart war ich im Wilhelma-Zoo, im Mercedes-Museum.In Ulm war ich auf Konzerten und verschiedenen Veranstaltungen.

Die Sekitscher Heimatstube wird bald eingerichtet und eröffnet.Ich hoffe ich kann meine, während des Praktikums gesammelten Kenntnisse hierbei verwenden.Nach der fast 20 stündigen Busfahrt kam ich glücklich zu Hause in Kula an.

 

Martin Cvetanović,

Kula, Wojwodina

 

Liebe Landsleute der Heimatortsgemeinschaft Sekitsch / Feketitsch, liebe Leser des Sekitscher Boten Nr.158 1.März 2012

zu unserer jährlichen Hauptversammlung, am 21.April 2012 in Böchingen, lade ich Sie herzlich ein.

Es wird wieder viele interessante Themen um die Vereinsarbeit und die Gestaltung der geplanten Heimatstube in Sekitsch geben.Am 4.Mai 1786 wurde Sekitsch – Szeghegy – Sekić angesiedelt.

Eine denkwürdige Zahl von 225 Jahren (1786 – 2011 )und immer noch ist unser Sekitsch im Gespräch und wir Landsleute als Heimatortsgemeinschaft miteinander verbunden und aktiv. Aus diesem Grund ist es ein schöner Anlaß zum 225igsten Bestehen dem Verein, dieses Geschenk zu machen. Ihre Spendeneingänge haben gezeigt, wie groß das Interesse ist.

Auch wird es die Gelegenheit geben die Sanierungsarbeiten im Haus der Südostdeutschen – Heimatmuseum Böchingen - zu sehen. Dank dem unermüdlichen Einsatz von Reinhold Walter, haben wir ein dichtesDach über dem Kopf (Bericht im Sek.- Bote v. 1.Dez. 2011).

Im Laufe der Jahre hat die HOG Sekitsch-Feketitsch dem Museum EUR 2500,- an Spenden zukommen lassen.

Es würde mich freuen, wenn wir wieder eine große Runde werden und vielleicht sogar noch mehr Besucher, als im letzten Jahr. Geplant ist wieder ein gemeinsames Mittagessen und die Diskussion um aktuelle Themen.

Bis bald in Böchingen.

 

Ihre Helga Eisele geb.Tauss

1.Vorsitzende

Liebe Landsleute der Heimatortsgemeinschaft Sekitsch / Feketitsch

Mit dieser Dezember Ausgabe schließt für ein Jahr die Vereinsarbeit ab und das zurückliegende Jahr hat uns viele neue Eindrücke gebracht. Ich stelle mit Freude fest, daß unsere Landsleute wieder Interesse an „ Ihrem Sekitsch und Feketitsch „ haben.Die Reisegruppen und die schönen nachfolgenden Berichte mit den Eindrücken in der alten Heimat. Daß auch junge Menschen sich für die Geschichte ihrer Familien interessieren und es ganz offen zeigen begeistert mich. Vielen Dank allen die mir in diesem Jahr so intensiv zugearbeitet haben.Auch das große Interesse an der Vereinshomepage zeigt, daß wir mit unseren Berichten und der Weiterleitung auf den Link zur Ahnenforschung richtig sind. Woher kommt meine Familie und wo sind die Wurzeln der Donauschwaben, wo und wie leben sie heute. Das sind interessante Themen und beschäftigen die Nachkommen, aber auch Personen die nicht aus dem Donauschwäbischen Siedlungsgebiet kommen, haben großes Interesse an der Vereinsarbeit der Heimatortsgemeinschaft.Am 1.September 2011 habe ich zusammen mit einer Reisegruppe von Oswald Hartmann an der Gedenkfeier in Rudolfsgnad (Knićanin)teilgenommen. Für mich war es eine große Freude, dort mit einer Gruppe von Frauen zusammen zu treffen, die das Lager Rudolfsgnad überlebt haben und nun jedes Jahr auf dem Friedhof der vielen Verstorbenen gedenken. Diese Frauen waren als junge Mädchen ins Lager gekommen und nach ihrer Entlassung haben sie serbische Männer geheiratet, die deutschen Männer waren ja leider nicht mehr da, wie sie sagten, und heute leben sie in Mischehen und sind zum Teil auch schon wieder Witwen. Sie haben mit mir in ihrem alten Schwowisch Dialekt gesprochen und freuen sich, daß wieder Deutsche Landsleute ins Banat kommen. So haben auch sie selbst wieder Gelegenheit ihre Muttersprache zu sprechen. Ich habe versprochen, im nächsten Jahr wieder mit ihnen in Knićanin zusammen zu kommen.

Neues gibt es auch aus Sekitsch; Mein Mann Peter und ich haben in der Zweiten Reihe ein Haus gekauft.Es wird gerade renoviert und soll dann in bestimmten Bereichen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Wir planen die Einrichtung einer Heimatstube Sekitsch. Es gibt noch viele Gegenstände die unsere Vorfahren bei der Flucht und Vertreibung zurück lassen mußten. Wenn wir jetzt nicht danach suchen und die angebotenen Gegenstände nicht entgegen nehmen, sind sie verloren. Jetzt ist es an der Zeit die Geschichte bis 1944/45 zu zeigen und für die Nachkommen zu bewahren.

Ich hoffe, daß dies auch in Ihrem Interesse sein wird und bin zuversichtlich, daß dieses Projekt „Heimatstube“ ein Erfolg wird.

Mit großen Aufgaben gehen wir ins neue Jahr und ich wünsche Ihnen und Ihren Familien ein frohes Weihnachtsfest und kommen Sie gut ins neue Jahr.

Liebe Grüße

Helga Eisele geb. Tauss

1.Vorsitzende

Urkunde für Spender:

   

Liebe LeserInnen des "Sekitscher Bote"

(Anklicken zum Vergrößern)

wir haben in den Kirchenbüchern ein wertvolles Dokument zur Ortsgeschichte von Sekitsch gefunden, dass wir Ihnen nicht vorenthalten wollen.
In diesem Dokument bedauert der damalige Pfarrer Friedrich Engisch, dass ab dem 1.Dezember 1895 die offizielle Führung der Matrikelbücher der Kirche entzogen wurde und von staatlichen Ämtern weitergeführt wird. Somit stellt dieses Dokument, was uns dankenswerterweise von unserem Forscherfreund, Herrn Elmar Rosa (kein Sekitscher), aus dem Ungarischen übersetzt wurde, die "Geburtsstunde" des Sekitscher Standesamtes dar.

Dieses Dokument ist für das Verständnis unserer Familienbücher bedeutsam. Bei den standesamtlichen Eintragungen sind ab 1895 alle Religionen nach den Ereignissen (Geburt,Heirat,Sterbe) zusammengefasst (evangelische, reformierte, katholische, nazarener und jüdische). Die Kirchenbücher selbst sind nur auf die entsprechende Religion beschränkt. Deshalb findet man in den Kirchenbüchern der evangelischen Kirche von Sekitsch keine Reformierten Personen (ausgenommen Mischehen von Evangelischen und Reformierten Personen) und im Kirchenbuch der Reformierten von Feketitsch keine evangelischen Personen (ausgenommen Mischehen von Reformierten und Evangelischen Personen)
 

Übersetzung:


Zur Erinnerung

Seit der Reformation wurde die Matrikelführung in die verlässlichen Hände der Pfarrer gegeben, die die Matrikel in zwei Exemplaren anfertigten: das Original das im Besitz der Kirche blieb und die beglaubigte Kopie die jährlich an die gesetzlichen Behörden weitergeleitet wurde.
Den Letzteren, brachte die in 1894 erlassene Reformen der Kirchenpolitik, bezüglich der Führung der Matrikel, wesentliche Änderung. Die Gesetzgebung von 1894, Artikel XXXIII, die am 9. Dezember 1894 königliches Gutheißen bekam, hat die Verstaatlichung der Matrikel ausgesprochen und das in Kraft treten des Gesetzes hat veranlasst, dass ab dem 1. Oktober, im Jahr Gottes 1895, die Matrikelführung von den Pfarrern, in den Bereich des Staates übergeben wurde.      
Von nun an werden unsere Matrikel mit rein kirchlichen Charakter, unter Aufsicht unserer Obrigkeit und mit Hilfe Gottes, in ihrer bisherigen Form weiter geführt, mit dem Ziel der Evidenzhaltung unserer Glaubenstreuen.
Der Gott der Gnade gebe, dass dies Alles zum Wohle unserer evangelischen Kirche und unserer ungarischen Heimat diene.

Szeghegy, den 1. Oktober 1895                                     Friedrich Engisch
                                   ev. Pfarrer


In der Hoffnung, dass dieses Dokument für alle, die sich mit der Ortsgeschichte oder der Erforschung der Ahnen beschäftigen, interessant ist.

Herzlichst
Brigitte und Gunther Wolf

Liebe Landsleute der Heimatortsgemeinschaft Sekitsch / Feketitsch

liebe Leser des „Sekitscher Boten“ Nr. 157 vom 1.Dez. 2011

 

Mit dieser Dezember Ausgabe schließt für ein Jahr die Vereinsarbeit ab und das zurückliegende Jahr hat uns viele neue Eindrücke gebracht. Ich stelle mit Freude fest, daß unsere Landsleute wieder Interesse an „ Ihrem Sekitsch und Feketitsch „ haben.Die Reisegruppen und die schönen nachfolgenden Berichte mit den Eindrücken in der alten Heimat. Daß auch junge Menschen sich für die Geschichte ihrer Familien interessieren und es ganz offen zeigen begeistert mich. Vielen Dank allen die mir in diesem Jahr so intensiv zugearbeitet haben.Auch das große Interesse an der Vereinshomepage zeigt, daß wir mit unseren Berichten und der Weiterleitung auf den Link zur Ahnenforschung richtig sind. Woher kommt meine Familie und wo sind die Wurzeln der Donauschwaben, wo und wie leben sie heute. Das sind interessante Themen und beschäftigen die Nachkommen, aber auch Personen die nicht aus dem Donauschwäbischen Siedlungsgebiet kommen, haben großes Interesse an der Vereinsarbeit der Heimatortsgemeinschaft.Am 1.September 2011 habe ich zusammen mit einer Reisegruppe von Oswald Hartmann an der Gedenkfeier in Rudolfsgnad (Knićanin)teilgenommen. Für mich war es eine große Freude, dort mit einer Gruppe von Frauen zusammen zu treffen, die das Lager Rudolfsgnad überlebt haben und nun jedes Jahr auf dem Friedhof der vielen Verstorbenen gedenken. Diese Frauen waren als junge Mädchen ins Lager gekommen und nach ihrer Entlassung haben sie serbische Männer geheiratet, die deutschen Männer waren ja leider nicht mehr da, wie sie sagten, und heute leben sie in Mischehen und sind zum Teil auch schon wieder Witwen. Sie haben mit mir in ihrem alten Schwowisch Dialekt gesprochen und freuen sich, daß wieder Deutsche Landsleute ins Banat kommen. So haben auch sie selbst wieder Gelegenheit ihre Muttersprache zu sprechen. Ich habe versprochen, im nächsten Jahr wieder mit ihnen in Knićanin zusammen zu kommen.

Neues gibt es auch aus Sekitsch; Mein Mann Peter und ich haben in der Zweiten Reihe ein Haus gekauft.Es wird gerade renoviert und soll dann in bestimmten Bereichen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Wir planen die Einrichtung einer Heimatstube Sekitsch. Es gibt noch viele Gegenstände die unsere Vorfahren bei der Flucht und Vertreibung zurück lassen mußten. Wenn wir jetzt nicht danach suchen und die angebotenen Gegenstände nicht entgegen nehmen, sind sie verloren. Jetzt ist es an der Zeit die Geschichte bis 1944/45 zu zeigen und für die Nachkommen zu bewahren.

Ich hoffe, daß dies auch in Ihrem Interesse sein wird und bin zuversichtlich, daß dieses Projekt „Heimatstube“ ein Erfolg wird.

Mit großen Aufgaben gehen wir ins neue Jahr und ich wünsche Ihnen und Ihren Familien ein frohes Weihnachtsfest und kommen Sie gut ins neue Jahr.

Liebe Grüße

Helga Eisele geb. Tauss

1.Vorsitzende

 

 

 

Liebe Landsleute der Heimatortsgemeinschaft Sekitsch / Feketitsch, liebe Leser des Sekitscher Bote,

Besuch aus Serbien zu Gast im Rathaus Korb am 1.April 2011

 

(V.l.n.r.: Oswald Hartmann, Marko Rovcanin, Katrin Rehm, Milan Sankovic, Helga Eisele)Bild: Losch

 

Der Ortsvorsteher und der Ortssekretär des serbischen Ortes Lovćenac statteten der Gemeinde Korb vergangene Woche einen viertägigen Besuch ab. Am Freitag stand ein Besuch im Korber Rathaus auf dem Programm.

Die Korberin Helga Eisele ist Vorsitzende des Vereins zur Pflege Donauschwäbischer Heimatkunde und pflegt regelmäßige Kontakte nach Serbien. Nachdem im Sommer vergangenen Jahres bereits drei Schüler aus der Kleinstadt Mali Idjoŝ in Korb zu Gast waren, besuchten dieses Mal Marko Rovcanin und Milan Sankovic die Gemeinde. Beide waren erstmals in Korb zu Gast. Die Kleinstadt Mali Idjoŝ besteht aus drei Ortschaften mit insgesamt knapp 15.000 Einwohnern. Marko Rovcanin ist Ortsvorsteher des Ortsteils Lovćenac, Milan Sankovic ist sein Stellvertreter.

Gastgeberin Helga Eisele hatte ein abwechslungsreiches Programm für die Gäste organisiert. Nach ihrer Ankunft am Donnerstag wartete ein Spaziergang durch Korb auf die beiden. Besonders die drei Köpfe hatten es den beiden Gästen angetan, da der Weinanbau auch in ihrer Heimatgemeinde eine Rolle spielt. Begeistert waren Marko Rovcanin und Milan Sankovic auch vom Mercedes-Museum in Stuttgart. Am Freitag stand schließlich ein Besuch im Korber Rathaus an, bei dem Oswald Hartmann als Dolmetscher fungierte. Die stellvertretende Hauptamtsleiterin Katrin Rehm empfing die Gäste und überbrachte herzliche Grüße von Bürgermeister Jochen Müller. Im Gespräch wurden die Unterschiede und Gemeinsamkeiten beider Gemeinden deutlich. Die in der nördlichen Vojvodina liegende Kleinstadt Mali Idjoŝ ist eine landwirtschaftlich geprägte Gegend mit wenig Gewerbe und Industrie und zählt zu den ärmsten Gemeinden der Region. Landwirtschaft, Wein- und Obstanbau spielen eine große Rolle. Nachdem die landwirtschaftliche Genossenschaft mehrere Hundert Beschäftigte entlassen hat, haben viele Bürger der Kleinstadt mit Arbeitslosigkeit zu kämpfen. Der größte Arbeitgeber ist momentan die Fleischindustrie. Mali Idjoŝ ist eine multiethnische Gemeinde, in der allein drei Amtssprachen gesprochen werden. Den größten Anteil der Bevölkerung machen Ungarn aus, gefolgt von Montenegrienern und Serben. Das gesellschaftliche Leben findet insbesondere in Vereinen statt.

Im Anschluss an den Informationsaustausch im Rathaus wartete ein Ausflug nach Stuttgart auf die Gäste. Am Samstag stand schließlich die Jahreshauptversammlung des Vereins zur Pflege Donauschwäbischer Heimatkunde in der Pfalz auf dem Programm, an der die Besucher als Ehrengäste teilnahmen.

(Textveröffentlichung mit freundlicher Genehmigung der Gemeinde Korb)

Sekitscher Bote Nr 155

Liebe Landsleute der Heimatortsgemeinschaft Sekitsch / Feketitsch

liebe Leser des „Sekitscher Bote“ Nr. 155 vom 1.Juli 2011

Bericht zur Versammlung von Helga Eisele 1. Vorsitzende

Die Hauptversammlung der HOG Sekitsch-Feketitsch am 02. April 2011 in Böchingen, werde ich Ihnen nachfolgend in Auszügen mitteilen und Ihnen den Verlauf der Versammlung schildern: Das vollständige Protokoll der Versammlung liegt mir vor und wird auf Wunsch zur Einsicht vorgelegt. Gerne gebe ich auf Nachfragen unserer Landsleute auch telefonisch Auskünfte.

Die Versammlung wurde um 10.45 Uhr mit der Begrüßung durch die Vorsitzende eröffnet. Unserer Einladung sind die Gäste aus der alten Heimat gefolgt, und so konnten wir den Ortsvorsteher Marko Rovčanin und den Ortssekretär Milan Sanković aus Lovćenac begrüßen. Insgesamt waren wir 23 Personen und ich bedanke mich nochmals bei allen Teilnehmern für die Anreise und ihr Interesse an der Versammlung.

Als Vorsitzende habe ich über die Vereinsarbeit gesprochen und darauf hingewiesen, daß wir auch in diesem Jahr wieder drei Gastkinder aus der Gemeinde Mali Jdjos einladen. Da die Einladung mit der Schulleitung abgesprochen wird, werden wir erst zum Ende des Schuljahres Juni 2011, erfahren, welche Kinder kommen.

Mit dem Bericht des Kassiers und der Kassenprüfer kommen wir auch zu dem Thema Spenden an den Verein. Die größten Ausgaben hatte der Verein im Zusammenhang mit dem „Sekitscher Boten“ im Donautal-Magazin und der Homepage.

Hier entstanden die Diskussionen wie folgt: Der Sekitscher Bote wird finanziert durch die Spenden unserer Landsleute. Wir verschicken etwa 580 Boten und erhalten leider nur für ca. 300 Boten die entsprechenden Spenden. Somit finanziert jeder Spender den Boten für einen anderen Leser mit. Das Verhältnis Empfänger zu Spender ist nicht ausgeglichen, deshalb entstehen dem Verein Kosten, die vorerst nur durch unsere Rücklagen ausgeglichen werden können. Aber auch unser Verein sollte kostendeckend wirtschaften.

Da wir ja auf Spenden angewiesen sind, können wir als Heimatortsgemeinschaft Sekitsch-Feketitsch keine Rechnungen an unsere Landsleute für den Bezug des Boten stellen. Es gibt Vorschläge für eine zukünftige Vorgehensweise ab 2012: Hinweis an unsere Landsleute in Form eines Briefes von der HOG, mit Zahlschein, daß der Bote EUR 27.- jährlich kostet und die Leser mit einem zusätzlichen Betrag als Spende die Unkosten des Vereins erbringen können.

Für diese Aktion entstehen aber wieder zusätzliche Portokosten und ein großer Aufwand für die Erstellung und den Versand des Briefes. Es kommt zur Abstimmung wie wir künftig vorgehen sollten. Ab 2012 erhalten alle Bezieher des Sekitscher Boten von Oswald Hartmann eine Rechnung über EUR 27.- jährlich. Falls jemand mehr überweist, wird der Überschuss als Spende an den Verein überwiesen. Damit entfällt die Zahlung des Vereins an Oswald Hartmann. Die Spenden werden weiterhin im Sekitscher-Boten veröffentlicht. Abstimmungsergebnis: 18 JA – Stimmen; 2 Enthaltungen .

Vor der Abstimmung über den obigen Antrag wurde der Kassier einstimmig, der Vorstand mit einer Enthaltung entlastet.Es kann auch die Möglichkeit geben, dass Landsleute spenden ohne den „Boten“ zu beziehen. Auch wäre ein Dauerauftrag möglich, so dass jedes Jahr die Spendenzahlung oder der Bote überwiesen wird.Vielleicht wird es einfach auch nur vergessen, aber dem sollten wir jetzt nachgehen. Wenn jeder Empfänger und Leser des Sekitscher Bote und der Homepage, seinen Beitrag in Form einer angepassten Spende leistet, können wir alles so lassen wie es ist. Aber derzeit ist die Bereitschaft zur Spende nicht ausgewogen, zum Bezug des Boten. Obwohl Sie mit Ihrer Spendenzahlung auch eine Steuerbegünstigung haben.Vielleicht sagen auch manche, ich habe den Sekitscher-Bote nicht bestellt und deshalb überweise ich nichts. Das wäre allerdings so nicht richtig, denn durch den Erhalt des Sekitscher Bote sind unsere Landsleute im Kontakt und oft kommt es zu interessanten Begegnungen herbeigeführt durch Textbeiträge, oder die Geburtstagslisten.

Die weiteren Tagesordnungen Punkt 5. bis 10. fasse ich kurz zusammen:

Heimatmuseum in Sekitsch; Vorerst wird an diesem Projekt nichts weiter unternommen. Der Verein spendet für eine Tanzgruppe in Feketitsch EUR 400,- für das Einstudieren von deutschen Tänzen durch einen Tanzlehrer. So können wir bei kulturellen Anlässen in der alten Heimat mit dieser Tanzgruppe auf unsere Ansiedlung und unser Donauschwäbisches Kulturgut hinweisen. Abstimmung: 15 JA – 5 Enthaltungen

In diesem Jahr kommen wieder drei Gastkinder aus der alten Heimat. Zwischenzeitlich liegt uns eine Einladung der Familie Link in die Schweiz vor. Dieser Einladung wollen wir gerne nachkommen und berichten zu späterer Zeit über diese Ferienwoche. Die Anträge auf enteignetes Vermögen sind bearbeitet und nach Serbien weitergeleitet worden. Leider kommen wir mit dem Friedhof in Feketitsch nicht weiter, da die Nachkommen kein Interesse an den alten Gräbern zeigen, und der Verein nur wenig Geld hat, um sich an der Wiederherstellung der Gräber zu beteiligen. Punkt 10, bringt nochmals eine Diskussion betreffend der Geburtstagsgrüsse vom Verein. Da diese Karten und die Porto-Kosten finanziert werden müssen.Vorschlag 1, wer nicht gespendet hat, soll keinen Geburtstagsgruß vom Verein erhalten. Vorschlag 2, wir belassen es bei den Geburtstagen wie bisher.Vorschlag der Vorsitzenden: den Geburtstagskindern erst ab 60 Jahren zu gratulieren. Ab dem 60. Lebensjahr wird alle fünf Jahre gratuliert, ab dem 80. jährlich.

Abstimmung: 19 Ja-Stimmen, 1 Enthaltung

Die Versammlung schließt um 16.45 Uhr

Als 1. Vorsitzende der HOG Sekitsch-Feketitsch bedaure ich sehr diese vorgeschlagenen Maßnahmen in der zurückliegenden Hauptversammlung. Auch weitere Teilnehmer denken so, nur ist leider die finanzielle Situation im Verein so, dass wir Kosten einsparen müssen.Alles weitere regelt sich durch die Spendenbereitschaft derer, die uns bisher schon unterstützt haben und der momentane Aufruf geht an alle Empfänger des Sekitscher-Bote, die noch keine Spende in den letzten Jahren geleistet haben. Unser Verein braucht nicht nur Spenden sondern auch neue aktive Mitglieder, Landsleute der jüngeren Generation und deren Kinder. Es gibt so viele interessante Bereiche in der Vereinsarbeit und Menschen, die gerne Kontakte herstellen und auch pflegen sind hier gefragt.

Wir Nachkommen der ehemaligen Sekitscher und Feketitscher Landsleute sollten die von den Eltern und Großeltern gepflegten Landsmannschaften in die Vereinsarbeit einbringen. Es finden auch schon hin und wieder private Treffen statt, die wir bei längerer Planung, gerne im Sekitscher-Bote veröffentlichen wollen. Am Samstag 23. Juli 2011 findet ein Grillfest in Ergenzingen statt und der Veranstalter unser Sekitscher Landsmann Nikolaus Sieler ladet dazu herzlich ein. Näheres unter seiner Tel.Nr.07457-8783 Es ist ein zwangloses Zusammenkommen mit gutem Essen und musikalischer Unterhaltung, so wie es die Donauschwaben machen.

Liebe Grüße

Ihre Helga Eisele geb. Tauss

Bedeutende Ereignisse für Sekitsch und Feketitsch

Von Oswald Hartmann

Wie bereits im „Sekitscher Boten“ angekündigt, fand vom 29. August bis 5. September 2007 die üblich gewordene jährliche Busreise nach Sekitsch, Feketitsch statt. Zum Unterschied zu den zwei letzten war dies ein Ausflug in die Batschka und Banat zusammen mit Landsleuten aus der ganzen Wojwodina. Vor allem waren viele Jareker dabei, da in Jarek die 220-Jahr-Feier der Gründung des Ortes zusammen mit der dortigen Ortsverwaltung und vielen geladenen Gästen begangen wurde.

Für uns Sekitscher und Feketitscher sind sehr wichtige Dinge geschehen. Vor allem muss der Samstag, der 1. September und der Montag, der 3. September 2007 hervorgehoben werden. An diesen Tagen haben sich Ereignisse abgespielt, die einmalig für Serbiens neuere Geschichte sind.

Es muss uns mit Freude erfüllen, dass am 1. September in Mali Idjoš auf Wunsch des Gemeinderates der Gemeinde Mali Idjoš, dessen Teile heute Lovćenac und Feketitsch sind, ein Verein gegründet wurde, der seine wichtigste Aufgabe in der Zusammenarbeit mit unserer Heimatortsgemeinschaft – zum Wohl aller einstigen und heutigen Einwohner – sieht. Auf Gemeindeebene gab es so etwas noch nie.

Die Gründungsversammlung des Vereins, zu der Frau Helga Baus und Oswald Hartmann eingeladen wurden, hat den Vereinsnamen, die Vereinssatzung, Vereinssitz entschieden und auch die ersten Vorstandswahlen durchgeführt.

Name des neugegründeten Vereins ist:
„Neuer Anfang – Verein von Bürgern für die Pflege der Zusammenarbeit mit Donauschwaben, den früheren Einwohnern von Mali Idjoš, Sekitsch und Feketitsch und deren Nachkommen“.

Vereinssitz des neugegründeten Vereins ist:
Gemeindehaus Mali Idjoš, ulica Glavna Nr. 32, in 24321 Mali Idjoš, Serbien.

Es wurde vorgeschlagen, dass der Vorstand jeweils aus drei Vertretern der drei Ortsgemeinden gebildet wird (also 9 Personen). Zusätzlich soll eine Person für  den  Vorstand  von  der Heimatortsgemeinschaft Sekitsch-Feketitsch delegiert werden. Diese Person soll die Funktion eines Ehrenvizepräsidenten ausüben.

Die Vereinswahl hatte folgendes Ergebnis:
1. Vorsitzender: Károly PÁL (aus Feketitsch)
2. Vorsitzenden: Terez Virág (aus Mali Idjoš), Radomir Nikolić (aus Lovćenac)
Dritte Person wird von unserem Verein benannt.

Restliche Vorstandsmittglieder sind: Mirko Popović (aus Lovćenac), Bálint Juhász (aus Mali Idjoš), László Kellemen (aus Feketitsch)und der jeweilige Ortssekretär der Dörfer Mali Idjoš, Lovćenac und Feketitsch.

In den Kontrollorgan des Vereins wurden gewählt:
Imre Pap (aus Mali Idjoš)
Božidar Martinović (aus Lovćenac)
Nikola  Martinović (aus Feketitsch) 

Der neugegründete Verein „Neuer Anfang“ in Mali Idjoš muss sich nun – wie dies auch bei uns in Deutschland der Fall ist – beim Gericht in der Wojwodina registrieren lassen. Sobald dies geschehen ist, wird uns die Satzung zugeschickt und damit kann eine fruchtbare Zusammenarbeit mit der alten Heimat noch besser und intensiver durchgeführt werden.

Auch der 3. September 2007 war ein bedeutender Tag in Lovćenac. Zu Beginn der Veranstaltung wurde durch unseren Verein am Heldendenkmal in Anwesenheit von Vertretern der Gemeinde Mali Idjoš und der Ortsverwaltungen aus Lovćenac, Feketić und Mali Idjoš ein Kranz niedergelegt. Anschließend fand die Kranzniederlegung durch die Gemeinde Mali Idjoš am Denkmal auf dem Friedhof statt. Von hieraus fuhr man in das Genossenschaftsheim in Lovćenac, wo die Vorstellung des Buches „Die Wahrheit am Beispiel von Sekitsch“ stattfand. Dieses bedeutende Werk ist von dem Verlag Forum in Novi Sad in drei Sprachen (deutsch, serbisch, ungarisch) herausgebracht worden. Thema des Buches  ist  das  einstige Lager Sekitsch und beschreibt wahrheitsgetreu die Verhältnisse, die dort geherrscht haben. Diese Arbeit ist einmalig in der Wojwodina, ist es doch das erste Mal, dass man offen darstellt, was die unschuldigen Insassen mitmachen mussten. An der Buchvorstellung nahmen über 80 (achtzig) Personen teil. Der gesamte Gemeinderat von Mali Idjoš, Vertreter der Ortsverwaltungen, der örtlichen Kirchengemeinden, des Verlages, die Mitarbeiter am Buch (Autoren, Lektoren, Übersetzer) und viele andere Personen verliehen durch ihre Anwesenheit die gebührende Bedeutung diesem Ereignis.

Alles in allem, es ist erfreulich, dass man auch in der alten Heimat darüber, was mit den einstigen deutschen Bevölkerung in den Jahren 1944 bis 1948 geschehen ist, bereit ist, nicht  nur offen zu reden, sondern dies auch als Unrecht zu bezeichnen. Dies beweisen eindrucksvoll die Ereignisse, die Anfang September dort vollzogen wurden.

An dieser Stelle muss noch darauf hingewiesen werden, dass die Druckkosten für das dreisprachige Buch „Die Wahrheit am Beispiel von Sekitsch“ die Gemeinde Mali Idjoš übernommen hat, um auf diese Weise die Bedeutung des Buches zu unterstreichen. Das Erscheinen dieses Buches hat Oswald Hartmann unterstützt, indem er 300 Exemplare übernommen hat. Aus diesem Betrag wurden Kosten, wie die Arbeit der Lektoren, Übersetzer beglichen. Das für uns Sekitscher und Feketitscher, aber auch für alle Donauschwaben hochinteressante Buch kann also bei Oswald Hartmann zum Preis von Euro 11,- (zzgl. Versandkosten) bestellt werden.

 

Neuer Anfang

 

 

Am 2. September 2009 hat der Rat der Hegyescher Gemeindeabgeordneten-Körperschaft im Rahmen der entsprechenden Gesetze den NEUEN ANFANG, die Vereinigung der Hegyescher Bürger und dessen Satzung angenommen. Der „Neue Anfang“ ist ein bürgerlicher Verein, der die Zusammenarbeit mit den Donauschwaben und ihren Abkömmlingen, die einst in den Orten Hegyesch, Sekitsch und Feketitsch lebten, pflegt.

 

Am Abend des selben Tages haben auch die zu dieser Gelegenheit angereisten Deutschen und ihre Abkömmlinge die Satzung feierlich angenommen. Diese Feier hat mit seiner Anwesenheit Herr Sandor Egeresi, der Präsident des Parlaments der Autonomen Provinz Vojvodina, beehrt. Dadurch hat er die Bedeutung und Wichtigkeit des Bürgervereins betont und den Teilnehmern mitgeteilt, dass das Parlament der Vojvodina am 5. März 2003 den Beschluß über die Löschung der kollektiven Verantwortung gefasst hat, was beispielhaft ist nicht nur für Serbien sondern auch für Europa.

 

Dieser Verein ist kein Wundermittel, aber wenn er auch die Fehler der Vergangenheit nicht korrigiert, weist er auf diese hin und hilft, dass sie nie wieder gemacht werden. Die Vertreibung und die damaligen sonstigen Gräuel sind vor über 60 Jahren geschähen. Von den Überlebenden und Zeitzeugen leben nur noch wenige. Diese Vereinigung hat sich als Ziel nicht die Rechenschaftsforderung gestellt, sondern die Aussöhnung, die Vergebung, das Nichtvergessen; wenn wir unsere Vergangenheit nicht bewältigen, können wir nicht in die Zukunft blicken. Also mit dem Vergessen der Opfer oder sogar ihrer Leugnung schicken wir uns selbst auf den Weg des Vergehens oder Verschwindens.

 

Zum Glück, mit der Gründung dieser bürgerlichen Vereinigung wählen wir den Weg des Zusammenhaltes, der Freundschaft, des Zusammenwirkens. Das ist eine gute Grundlage zum Zuhausebleiben, aber damit gleichzeitig auch Eintritt in den Weltkreislauf mit der Hilfe unserer alten bzw. neuen „Nachbarn“, indem wir erneut mit Zusammenarbeit und gegenseitiger Unterstützung – in der Hoffnung auf eine schönere und sicherere Zukunft – beginnen.

 

Ziele der Vereinigung sind:

- Schaffung von Bedingungen zur Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Kultur, Sport und Wirtschaft zwischen der sich in Deutschland befindlichen Heimatortsgemeinschaft Sekitsch-Feketitsch und den Gemeindeselbstverwaltungs- und zivilen Einrichtungen,

- Die Koordinierung der Erhaltung sakraler bzw. religiöser und anderer Bauten,

- Zusammenarbeit auf dem Gebiet von Serbien mit anderen Gruppen, die die Erinnerung an die Heimat und ihre Wertschätzung zum Ziel haben,

- Die Einbeziehung der jungen Menschen in die Vereinsarbeit,

- Verteidigung der Menschenrechte und der Freiheit,

- Detaillierte Informierung der Einwohner über die Zusammenarbeit mit den Donau- schwaben,

- Durchführung humanitärer Tätigkeit,

- Unterstützung der kulturellen Förderung unserer Gemeinde, der Vojvodina und Serbien ...

Die Tätigkeit der Körperschaft wird sich auf die Verwirklichung der festgelegten Ziele richten. Der Vorstand besteht aus 2 + 2 + 2 einheimischen Personen (damit soll der Gleichberechtigung der drei, die Gemeinde bildenden Orten, Ausdruck gegeben werden) und Frau HELGA EISELE. Der Vorstandsvorsitzende ist Herr MIKLOS LODI, der bei der beginnenden Zusammenarbeit alle Personen herzlich zum Mitwirken erwartet. Am Anfang wird die Vereinstätigkeit aus Sammeln und Systematisierung von Daten stehen. So wird denjenigen, die nach Bekannten, verlorenen Nachbarn forschen, die Vereinigung zur Hilfe sein. Diese Vereinigung ist ein Meilenstein bei der Bestimmung unseres Daseins; durch die Anerkennung von anderen, bauen wir auch unsere Daseinsberechtigung aus.

Entnommen dem Feketitscher Monatsblatt Nr. 9 vom Oktober 2009, Seite 8

Übersetzung erfolgte von Dipl.-Ing. Oswald Hartmann

 

Zum Gedenken aller Sekitscher

U SPOMEN SVIH SEKIĆANA
HOG SEKITSCH 2005

Die Erstellung und Finanzierung des Gedenksteines war am 9. April 2005 in der Hauptversammlung des Sekitsch-Feketitscher Vereins beschlossen worden. Mit der Ausführung aller Arbeiten wurde der Lovćenacer Steinmetz Živomir Todorović beauftragt.

Der Gedenkstein wurde auf Initiative der Heimatortsgemeinschaft Sekitsch – Feketitsch im Einvernehmen mit der Ortsverwaltung am 10. Juni 2005 auf dem Weingärtner-Friedhof in Sekitsch als Erinnerung an Generationen von in Sekitsch verstorbenen Ahnen in Anwesenheit vieler Repräsentanten der Kommune Mali Idjos aufgestellt.

Die HOG Sekitsch-Feketitsch zeichnet Georg Bieber als ERSTES EHRENMITGLIED aus!

Georg Bieber (verstorben 27.August 2010)
 
Zur Erinnerung an Georg Bieber (verstorben 27.August 2010)

Knapp sechzehn Jahre alt war Georg Bieber bei der Vertreibung 1944 und doch ist er einer der eifrigsten Verfechter der Erhaltung donauschwäbischen Brauchtums und der Pflege donauschwäbischer Kultur und Heimatkunde. Er wurde am 24. August 1928 als Sohn der Eheleute Katharina und Georg Bieber in Sekitsch geboren. Nach der Schule 1934 – 1942 begann er eine Bäckerlehre, die durch die Kriegsereignisse unterbrochen wurde. Die Vertreibung  führte ihn über Topola, Subotica bis nach Semlin zum Streckenbau. Über Srem gelangte er nach Mitrowitz, wo er in der Lagerbäckerei im Dezember 1946 schwere Misshandlungen erleiden musste und erkrankte. Dies führte im März 1947 zur Überstellung ins Arbeitsunfähigenlager nach Gakowo. Im April 1947 gelang die Flucht nach Sombor. Weitere Erkrankung und Lageraufenthalt folgten. Nach der Entlassung flüchtete Georg Bieber über Ungarn nach Österreich. Sein Gesundheitszustand war so schlecht, dass zwischen 1947 und 1955 mehrere Klinikaufenthalte nötig  waren. Nach langer Zeit, 1952, sah er das erste Mal seine Eltern wieder. Es folgten in München berufliche Weiterbildung, 1958 die Heirat mit Maria Rottenfusser, die Anstellung bei der BASF, Verkaufsbüro München, bis Februar 1961 und danach  die Anstellung als Zollbeamter. Am 1. Oktober 1962 wurde seine  Tochter, Karin, in München geboren. Neben seinem Beruf  und trotz einer Kriegsbeschädigung von 90% betreute und beriet Georg Bieber hilfsbedürftige Landsleute und war in mehreren Vereinen tätig. Unter all  seinen  Aktivitäten war aber immer sein Hauptanliegen die geliebte Heimatgemeinde Sekitsch. Er war Gründungsmitglied  des „Vereins zur Pflege Donauschwäbischer Heimatkunde e.V.“ und erster Vorsitzender, dieses Amt wurde 1977 durch die Mitgliederversammlung erneut bestätigt. Die Entwicklung des Vereins  nahm unter dem Vorsitz von Georg Bieber  einen erfreulichen Aufschwung.

So werden die in schlimmer Zeit abverlangten Opfer und viele Tote nicht vergebens gewesen sein. Sein Wunsch ist: „Sekitsch – heute Lovćenac – soll in Frieden weiterleben“.

 

Am 18. März 2006 fand in Böchingen eine Vereinssitzung im Haus der Donauschwaben statt. Oswald Hartmann dankte im Namen des Vereins Georg Bieber für die jahrelangen Aktivitäten, die er auch heute noch, solange seine Gesundheit es zulässt, in die Vereinsarbeit einbringt – sei es als Aktiver, Berater oder väterlicher Freund. Unter dem Applaus  der Sitzungsteilnehmer nahm Georg Bieber stolz diese Ernennung an.

Nach langer Krankheit ist Georg Bieber in München am 27. August 2010 gestorben. Wir werden ihn nie vergessen und seine ausgewogene Einstellung gegenüber unserem Heimatdorf versuchen weiterhin zu pflegen. Danke Georg!

HOG Sekitsch-Feketitsch